Bewegung als kritische neue Politikform

Vor hundert Jahren hatten Könige und Kaiser die SPD als vermittelnde Kraft des Volkes in die ständischen Männer-Parlamente von Adel, Besitzenden und Klerikern zugelassen. Die SPD ist dabei immer vermittelnd geblieben, schnell auch gegen die eigenen früheren Genossen, Adel und die Besitzenden haben sich nebenbei neu organisiert. Von wem lassen wir uns weiter reGieren?

Die alte Form der Parteien als Standes-Organisation

Neue Zeitung Eisner ermordetPartei heißt immer „Teil von“ und wurde zum Symbol unserer Demokratie, den mächtigeren Teil gegen den Rest zu organisieren. Ewiges Konflikt-Potential, das in immer mehr zersplitterten Gruppen neue Ordnungen sucht.

Als Teil eines Parlamentes zu arbeiten, kann Sinn machen, wenn es mit rechten Dingen zu geht, nicht mit den Mauscheleien der kleinen Korruptionen, wie sie sie in allen Kommunen und Ländern Gang und „Gäbe“ waren: Baurecht und Auftrags-Vergabe, die Konstellation, dass der Bürgermeister und die Kiesgrube und der Straßenbau …

und alle wussten davon, und eine Spende für das Feuerwehr- und Gemeindehaus ließ wieder alles gut erscheinen.

Auch die Kirchen kennen ihre eigene Vergabe von Bau-Aufträgen an „die besonders zuverlässigen Dienstleister“, die wissen, wie man für die Ewigkeit ausstattet, baut und abrechnet, und schon als Zivildienstleistender lernte ich die besondere Art der Geschenke kennen, die den Pfarrern zu kamen.

Die Kaiserzeit mit der SPD in Landtag und Reichstag

Die SPD war gegen den Krieg, bis er dann begann: Dann verordnete sie sich selber, zusammen mit etlichen Gewerkschaften, den „Burgfrieden“, um von den Nationalisten im Krieg nicht als Vaterlands-Verräter beschimpft zu werden.

Die zuerst noch wenigen Pazifisten wurden dann 1917 aus der Reichstags-SPD ausgeschlossen, gründeten die USPD und machten in München erfolgreich die friedliche Revolution, während in Berlin die SPD mit Schüssen in die Demonstrationen reagierte, im Endeffekt auch gegen die bayrischen Räte marschieren ließ und die dortige Selbstorganisation mit mehr als Tausend gewesenen Sozialdemokraten zusammen schoss.

Arbeiter- und Klassenkämpfe, nun von oben

Der Bolschewik aus Sicht bayr. VolksparteiTrump steht, wie alle seine Milliardäre im Kabinett, für den Klassenkampf von oben: Die „Erfolgreichen an der Macht“ werden auch von den Loosern gewählt, die meinen, man könnte auch von den Bröseln der Reichen leben, wenn es denen gut geht.

Parteien der Nachkriegszeit

Als „Lernprogramm“ der Demokratisierung war zuerst etliches an Selbstorganisation in der Jugendarbeit eingerichtet, die aus den Jugendverbänden gewählten „Jugendringe“ sind ein Rest davon,

doch dann ging es flott in den Kalten Krieg und die anti-kommunistische Instrumentalisierung Deutschlands, bis zur Waffenbasis bis heute.

Nazis waren in allen anderen Parteien unter gekrochen

und auch die SPD hatte viele „nationale“ Sozialisten aufgenommen, die nun den Kurs mit beherrschen oder wahlweise zu den rechten Parteien abwandern. Die FDP hatte ein reiches Erbe aus diesen Kreisen, aber eine Zeit lang auch mutige Männer wie Heinemann und Frauen wie Hamm-Brücher, die zeitweise den Antifaschismus hochhalten konnten, als Bürgerrechte das Thema der Partei waren. Nun ist sie eine Besitzenden-Partei geworden …

NPD vom britischen Geheimdienst gegründet

und wie die BILD ein Produkt des Kalten Krieges und der Dienste, die seit der Übernahme der Organisation Gehlen aus dem „3.Reich“ in die amerikanische Abwehr in der Bundesrepublik die Geheimdienst-Arbeit wieder aufbauen, nach alten und neuen Mustern, bis zu den „begleiteten Morden“ des NSU, verknüpft mit den gleichzeitigen Arbeiten der anderen internationalen Dienste wie Kinder- und Drogenhandel, Ku-Klux-Klan und türkischen Morden an kurdischen Freiheits-Kämpfenden. Das hat ein verschwiegenes Gericht zu decken.

AfD als Wiedergänger der unbewältigten Ideologie

Robert Jungk, 1933 aus Berlin geflohen, Atomstaat- und Aufrüstungskritiker startete Zukunftswerkstätten
Robert Jungk, 1933 aus Berlin geflohen, Atomstaat- und Aufrüstungskritiker startete die Zukunftswerkstätten

Das Schweigen des „4. Reiches“, die Jahre ab der Aufhebung der ungeliebten „Entnazifizierung“ 1951 durch den Bundestag, auch massiv von den Kirchen voran getrieben, die an der faschistischen Propaganda bis 1936 großen Anteil hatten, bis erste kritische Stimmen etwas Besinnung brachten: Die Mitschuld an den Juden-Progromen und -Vernichtungen ist bis heute von der Ausrede auf ein paar kritische Worte geprägt.

Als die Anwälte, Beamten, Lehrer und Richter des „3. Reiches“ alle wieder in Amt und würden waren, die Witwe des unsäglichen Richters Freisler ihre ordentliche Witwenpension bekam, als wäre nie ein Unrecht gewesen,

Die Rehabilitierung der Homosexuellen, der „Zigeuner“ und sonstigen „Kriminellen“ Opfer der Nationalisten geht nicht so weit, ihre Peiniger zu betrachten: Alles ordentliche Deutsche Beamte. Die Todesurteile gegen die Geschwister Scholl und ihre Freunde bis in die 1980er Jahre Rechtens.

Eine Justiz, die sich selbst als unschuldig schreibt wie die Kirchen, die Medizin, die Psychiatrie … und der Militarismus, der Waffenhandel.

Rassismus als Nationalismus, Religions-Ideologien

Die Reste des Faschismus mit seiner Hetze und der Überbewertung des Deutschen mit seinen preußischen Tugenden hatten wir in den Familien, in den Schulen, an den Hochschulen zum Teil bis heute. „Unter den Talaren, der Muff von 1000 Jahren“: Die Bewegung der 1968er aus ein paar hundert Studierenden und jungen Arbeitenden hat zwar manches ausgelöst und den CSU-Kultusminister Maunz, Freislers Kollegen und Doktorvater und Kollege von Roman Herzog, weggefegt, aber dann …

Bewegungen

Menschernrechte statt rechter Politik
Menschenrechte

entstanden immer wieder als offene Themen-Kreise von Jugendverbänden, Studierenden oder Gruppen wie Kriegsdienst-Verweigerer, Pax Christi etc: Auch die Ideen von Völkerbund und UNO und die Menschenrechte …

Wiederbewaffnung, KPD- und FDJ-Verbot, Notstandsgesetze

waren jeweils macht-organisierte Mehrheiten in den Parteien und im Bundestag, aber auch die Klarheit, dass es kaum kritische Presse gab, mit nur kleinem Wirkungskreis, aber zum Teil nachhaltig: Ulrike Meinhof schrieb in konkret Gerichts-Reportagen und gegen die Gewalt und das Unrecht in der Heim-Erziehung, die heute unvorstellbar erscheinen,

Vietnamkrieg, Weathermen, SDS

Aus den USA schwappten mit der neuen Musik, den Informationen zur Bürgerrechtsbewegung der Black Power und den Vietnam-Nachrichten auch die Informationen der Widerstände, wie die der Weathermen, die mit „gewaltfreien“Anschlägen gegen Regierungsgebäude auf den totgeschwiegenen Widerstand aufmerksam machten. Auch der SDS hatte ein amerikanisches Vorbild … und die Proteste gegen die Selbstverständlichkeit der Bombardierungen und Feindopfer für eigene Geschäfte wurden breiter.

Das Musical Hair

stellt die Bewegung der USA in flotter Form dar, auch die Proteste der nackt kämpfenden Studierenden, die damit der Presse-Propaganda widersprachen, sie hätten bewaffnete Anschläge gegen Polizisten vorbereitet.

Filme und Musik

transportierten immer mehr an neuer Lebensart: Woodstock und Flower Power waren eine starke Kraft, auch wenn sie heute wie Trallala nachgeäfft werden: Es waren klare Kulturbrüche gegen eine reaktionäre Welt der grauen Anzüge von Lehrern, Sparkassen-Angestellten und Versicherungsagenten.

BILD-Zeitungshetze und Studentenmorde der Polizei

Die Kraft der „Langen Haare“ zeigte sich in den Morden an den Langhaarigen, die durch die populistische Hetze ausgelöst worden waren. Nach dem Mord an Benno Ohnesorg und den Schüssen auf Rudi Dutschke in Berlin wurde allen klar: Die Gerichte und die hörige Presse schreiben die Morde aber wieder den Studierenden oder „Kranken“ zu, die Polizei ermittelte sich immer als unschuldig.

Klaus Frings, ein Pressefotograf, und der Student Rüdiger Schreck starben, als die Polizei die Auslieferung der Bildzeitung durchsetzte und selbst dabei mithalf … gegen die Proteste der Studierenden. 68er-osterunruhen-klaus-frings-ruediger-schreck

„Unser Slogan war damals: « Bild hat mitgeschossen.» Und so sind wir in München wie auch in anderen Städten zu Tausenden zur Redaktion der Bild-Zeitung gezogen, dem Buchgewerbehaus, das ja eine fürchterliche Tradition hatte. Hier war auch das Propagandablatt der Nazis, der Völkische Beobachter gedruckt worden.“ Die verlorene Ehre der Klaus Frings und Rüdiger Schreck

Aufrüstung, Kalter Kriegsystem error

In Essen schoss 1952 die Polizei in die Demonstration gegen Wiederbewaffnung und verletzte Viele, Philipp Müller von der FDJ aus München-Neuaubing starb, niemand wurde wirklich zur Rechenschaft gezogen.

Ostermarsch durch die Jahrzehnte

Die Aufrüstung wurde durch eine breite Presse-Propaganda von der Übermacht der UDSSR begleitet, und es mussten immer neue Waffensysteme gekauft werden. Einen Höhepunkt der Aktionen ergab die Stationierung der Pershing mit einer reichweite von 120 km, die in Mutlangen mit Prominenten- und Senioren-Blockaden die Gerichte von der Breite des Widerstands bis Heinrich Böll und Dorothee Sölle, Walter Jens und etwa 1200 Beteiligten, die bereit waren, für ihre Haltung vor Gericht zu stehen.

Bewegungen heute in ihrer Vielfalt

Die Umweltbewegung dürfte den größten Zulauf haben, denn von Artensterben bis zu unserer Gesundheit, dem Sterben der Bienen und dem Ende der bedenkenlosen Ernährung haben alle ihre Belastungen erlebt.

München hat mit dem Einewelthaus einen internationalen Treffpunkt, in dem viele dieser Themen auch zu Hause sind, aber viele Gruppen machen vielerlei Aktionen …

Zukunftswerkstätten könnten gemeinsame Ziele sammelnJungk Bibliothek Salzburg

Zusammenwirken

Nun gibt es den Naturschutz in allen Geschmacksrichtungen, als Stellvertreter-Konzerne wie Greenpeace bis zur Ortsgruppe des früher SPD-nahen Bund Naturschutz mit seinen archaischen präsidialen Strukturen, es gibt Basis-Bewegungen aus allen Ländern, die auch in unseren Breiten ihre Filialen gründen, und neue Internet-Organisationen der geschäftsmäßigen Petitionen und der Stars, die – wie ONE – auch von Coca Cola ihr Geld bekommen.

Community Radio

Radio LORA München 92,4könnte ein Versuch sein, mehr Gruppen zusammen zu bringen, aber die bunte Vielfalt der Redaktionen ergibt noch keine Community.

Selbstorganisationnetzwerk-gemeinsinn

kann auch im Selbsthilfezentrum unterstützt werden, doch braucht es noch etwas mehr als nur Selbsthilfe, die dort für alle Betroffenheiten organisiert wird. Das Netzwerk Gemeinsinn gibt es zwar in München, aber bisher mit dem Schwerpunkt der Fortbildungen zum Community Organizing.

Vollversammlung in München

Thomas Lechner schrieb am 15. Februar 2017

Aufruf zur VOLLVERSAMMLUNG am Marienplatz am 23.4.2017

Lasst uns Demokratie leben, eine stärkende Gemeinschaft bilden, Erfahrungen austauschen, Bedürfnisse formulieren und ein wichtiges Zeichen vor den Wahlen im September setzen. Ein erstes Treffen für alle, die mitgestalten wollen, ist am 6. März.

Ich heiße Thomas Lechner und bin einer von Tausenden, die sich für Geflüchtete einsetzen.

Seit Januar 2016 engagiere ich mich in diesem gesellschaftlich wichtigen Feld. Es ging los mit der Organisation von Sachspenden, dann kamen Konzertbesuche dazu, ein Rodelausflug, gemeinsames Kochen und Sprachkurse… Ihr kennt das alle aus eigener Erfahrung: Wir gehen ins Kino und auf Behörden. Wir backen Plätzchen und feiern zusammen.

Es ist ein ständiger Austausch, bei dem ich, bei dem wir alle sehr viel lernen. Mein neuer Freundeskreis wächst schnell und beständig – darunter sind u.a. Menschen aus Mali, Afghanistan, Uganda, Syrien, Iran, Irak… und sehr sehr viele Münchner*.

Denn seit dem Herbst 2015 entdecke ich auch immer mehr solidarische Menschen in meiner Umgebung, aus der Nachbarschaft, aus den Kirchengemeinden, aus den sozialen Verbänden, auch aus der Stadtverwaltung.

Menschen, die leise und empathisch Demokratie vorleben, indem sie sich für eine bunte, solidarische, weltoffene Gesellschaft einsetzen. Menschen die aus politischer Überzeugung oder schlichter Nächstenliebe versuchen, Menschen in Not aus eben dieser Not heraus zu helfen.

An all diese Menschen – an Euch – richtet sich mein offener Brief, weil ich glaube, dass es vielen von Euch so geht wie mir:
Seit Donald Trump US-Präsident ist, greife ich morgens meistens schon vor dem ersten Kaffee zum Handy, um nachzusehen, ob die Welt noch steht, ob vielleicht doch irgendjemand in der Lage ist, dem weltpolitischen Wahnsinn und dem Aufschwung der Rechtspopulisten Einhalt zu gebieten.
Auf dem Weg in die Arbeit lese ich in der Zeitung von dem Afghanen Ali Agi, der im Januar nach Kabul abgeschoben, und dort jetzt bei einem Bombenanschlag verletzt wurde.

Sicheres Herkunftsland?
Eine befreundete Helferin verschickt eine verzweifelte Mail, dass sie mit einem jungen afghanischen Mann von der Arbeitsagentur weggeschickt wurde, weil es inzwischen einen Erlass vom bayerischen Innenministerium gibt, dass Menschen mit „geringer Bleibeperspektive“ (dazu zählt… natürlich: Afghanistan) nicht mehr vermittelt werden.Am Nachmittag dann ein Anruf von einem anderen Freund: „mein Bescheid ist gekommen – ich soll abgeschoben werden.“

Während Trump seine Mauer noch plant, ist sie bei uns längst errichtet. De facto steht sie in der Türkei, wo „unsere freiheitlich-demokratischen Werte“ mit Schiessbefehl gegen Menschen in Not „verteidigt“ werden. Statt Millionen von Freiwilligen darin zu unterstützen, die vielzitierte „Integration“ praktisch zu machen, heißt es nicht erst seit der Innenministerkonferenz von letzter Woche „abschieben, abschieben, abschieben“. Und uns allen, die sich in ihrer freien Zeit engagieren, werden, ganz besonders hier in Bayern, immer mehr Steine – eher sogar Felsbrocken – in den Weg gelegt.

Aufstand der Leisen

Nicht nur die vielen – anfänglich euphorisch empfangenen – neuen Mitbürger leben mit der täglichen Angst. Auch diejenigen, die unsere Werte schützen und verteidigen sind immer verzweifelter. Enttäuschung, Wut und Lähmung machen sich breit.

Leute, so kann das nicht weitergehen!

So geht uns allen die Kraft aus, und das in einem Wahljahr, in dem besonders viel auf dem Spiel steht, in dem wir unsere Stärken und unsere Leidenschaft ganz besonders brauchen. Der nächste Abschiebeflieger steht für den 22.2. [27.3. FL] schon am Münchner Flughafen bereit und wir reagieren gar nicht mehr oder nur noch vereinzelt auf eine menschenverachtende Politik, die nicht auf den hochmotivierten, demokratischen Anteil unserer Bevölkerung hört, sondern nur auf die Lautsprecher und Gewalttäter, auf die Populisten und Angstverbreiter, auf diesen entsetzlichen braunen Sumpf, der plötzlich wieder salonfähig sein soll.

Offensichtlich sind wir viel zu leise in all unserer Empathie und in all unserem positiven Engagement. Ich wünsche mir einen Aufschrei, nein, einen Aufstand der Leisen. Es ist an der Zeit, dass wir zusammenstehen und unsere basisch-demokratischen Kräfte organisieren und bündeln.

Aber zuallererst, müssen wir Kraft tanken, für das was vor uns liegt. Wir müssen uns gegenseitig Kraft geben und ein Gefühl der Stärke entwickeln, sonst verzetteln wir uns im alltäglichen Klein-Klein, sonst zermürben uns die zahlreichen Prozesse gegen Ablehnungen, die jetzt anstehen. Auf der juristischen Ebene können wir keine gemeinsame Strahlkraft entwickeln.

Sichtbar werden

Aber: Laut einer Statistik des Bundesfamilienministeriums engagieren sich 31 Millionen Menschen in Deutschland ehrenamtlich, bis zu 20 Millionen Menschen davon sollen sich (zumindest sporadisch) für Geflüchtete einsetzen – und damit für eine solidarische Gesellschaft, die auf der Achtung der Menschenrechte basiert. 20 Millionen, die das tun, was die politischen Repräsentanten fordern, aber nicht unterstützen, sondern im Gegenteil, fast allerorts behindern.

Ich möchte nicht mehr permanent auf Demos „Gegen….“ laufen. Ich möchte mit Euch allen zusammenkommen, basierend auf den Werten für die wir stehen. Ich wünsche mir, dass wir Kraft tanken, weil wir spüren, dass wir viele sind, weil wir das buchstäblich sehen können und daraus Stärke entwickeln. Lasst uns alle zusammenfinden zu einer

VOLLVERSAMMLUNG ALLER („EHRENAMTLICH“) ENGAGIERTEN AM MARIENPLATZ.

Das wichtigste erste Ziel so einer Versammlung ist, dass wir uns finden, dass wir uns sehen und dass wir uns dadurch Kraft geben und stärken. Indem wir uns gemeinsam zeigen und so öffentlich sichtbar werden, schicken wir gleichzeitig ein starkes Signal an die Politik: Auch WIR werden im September wählen, nicht nur die Krakeler von rechts außen.

Demokratie leben

Und um unsere Stärken noch deutlicher zu zeigen, sollten wir bei so einer Vollversammlung Demokratie vormachen und leben. Z.B. indem wir verschiedene große Diskussionskreise bilden.
Dort könnten wir über konkreten Forderungen an die Politik sprechen, die unseren Einsatz und unser Engagement stärken und nicht verunmöglichen.
Dort könnten wir über vielfältige, künftige Aktionen diskutieren und uns ein Beispiel an historisch erfolgreichen Bürgerrechtsbewegungen nehmen.
Dort könnten wir über die Säulen einer weltoffenen, solidarischen und basisdemokratischen Gesellschaft diskutieren: Religionsfreiheit, Bildungsprogramme, Sozialwesen, kulturelle Vielfalt, Menschenrechtsschutz und und und… Denn das sind alles die Themenfelder, die wir in unserem täglichen Engagement berühren.

Seit den 90ern gab es immer wieder Momente, in denen ich von der großen Bereitschaft der Münchner* überwältigt war, sich gegen Nazis und für eine bunte Gesellschaft zu engagieren. Von den Lichterketten zu den großen antifaschistischen Demos, von den Empfangskomitees am Hauptbahnhof bis zum Willkommen-Konzert am Königsplatz.

Wir Münchner* stehen doch geradezu für gesellschaftliches Engagement – das kann sich jetzt nicht einfach in Luft aufgelöst haben, nur weil die falschen Leute die politischen Debatten bestimmen. Lasst uns zu diesem Kerngedanken unserer Stadtgesellschaft zurückfinden. Lasst uns miteinander reden! Lasst uns Kraft entwickeln und Stärke zeigen!

Ich schlage für die Vollversammlung als Datum den 23.4. vor und als Ort den Marienplatz.
Ich bitte Euch, diesen Brief in allen Helferkreisen, sozialen Einrichtungen und Verbänden, in den Gemeinden und an den Schulen usw. zu verbreiten.

Los geht’s!

Am 6. März um 19 Uhr findet im Feierwerk ein Treffen aller Interessierten statt, die diese Vollversammlung unterstützen und vorbereiten wollen – egal wie stark und wo Ihr Euch aktuell engagiert. Natürlich gerne Einzelpersonen, aber um uns demokratisch gut aufzustellen und am Anfang keine allzu riesige Gesprächsrunde zu bilden, wäre es natürlich sinnvoll, wenn Ihr diesen Aufruf in Eurem Umfeld diskutiert und dann Delegierte zu dem Treffen schickt.

Ich bitte auch um Rückmeldung per Mail, wer kommen will, damit wir einen Raum in geeigneter Größe vorbereiten können.
Zur Kommunikation gibt es die Facebookgruppe Ehrenamtsvollversammlung München (https://www.facebook.com/groups/422470671478390/)

Diese ist nicht-öffentlich, d.h. man muss jemanden aus der Gruppe kennen, der/die einen hinzufügt. Natürlich werden auch alle, die nicht auf Facebook sind, informiert. Eine Kommunikationsstruktur muss noch aufgebaut werden. Alles Weitere würde dann auf dieser vorbereitenden Versammlung angestoßen und auf den Weg gebracht werden.
Bitte verbreitet diesen Brief, wo immer das Sinn macht!   München, 15.2.2017, Thomas Lechner (thomas.lechner@feierwerk.de)

Dazu passend eine Frage, ob neue Partei oder Bewegungs-Impuls: www.zeitzuhandeln-bayern.de von Claudia-Stamm.

 

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Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch: Hitler und München, Geld und Ordnungspolitik, NS-DOKU

ps4batmankampfpartyEs wurde noch eine peinliche zähe Sache, bis die Dokumentationsstelle in der Hauptstadt der Bewegung entstand, und es wird eine heikle Sache bleiben, das offizielle Gedenken mit den bestehenden Besitzverhältnissen und den alten Finanziers und Unterstützern der NAZI-Partei in München offen auszusprechen. Wir kennen die Opfer, aber die Täter sind verschwiegen.

netball
raete_landauers_grabDie Seilschaften, Sprachregelungen und Rücksichten kastrieren die möglichen Bewegungen in den Parteien, und so wird der Knobloch’sche Einfluß auf Ude und Nachfolger, Stadträte und konservativ-jüdische Gemeinde die Stolpersteine zum Stein des Anstoßes werden lassen, bis eineR auf die Schnauze fällt.

Gröfaz-Finanziers
Finanziers des Haus der Deutschen Kunst

Die 12 Jahre regierender Faschismus haben in München eine Stimmung hinterlassen, die heute noch verschweigen will, wer damals die Fäden gezogen hat und wer vorne dran mit marschiert ist: Die Geldigen, die Ärzte, die Richter, die Psychiatrie, die Polizei, die Staatsanwälte, die Oberen … bis heute „unschuldig“ – oder uneinsichtig?

Wie lange hat es gedauert, den gruseligen Ärztepräsidenten in Pension zu schicken, der Volksgerichtshof-Beisitzer Maunz, verehrter Doktorvater eines allmählich vergessenen Bundespräsidenten, der von der finsteren Geschichte wenig ab-ruck-te, und alle hatten sich schnell wieder in einen geordneten Alltag eingefunden, wieder aufgebaut. Dafür haben sie sich selbst die Sünden vergeben und der (BMW)-Stiftung Magda Goebbels-Quandt die Ehre gegeben.

harareSo kann man das nicht sagen … höre ich öfter, wenn ich die Zusammenhänge herstelle, von Polizei-Gewalt und Ordnungsstaat, wenn ein Cannabis-Händler in Burghausen „auf der Flucht erschossen“ wird und der Polizist in Notwehr oder freigesprochen, und die Presse schweigt. Der Querulant in Memmingen, sechs Polizisten im Einsatz und er ist tot, wie der Regensburger Student und …

Die „Ordnungszelle Bayern“ war nach der Räterepublik das Sammelbecken der gekränkten Faschisten, die sich die erhofften französischen Schätze, – wie damals 1870/71 schnell und siegreich „heim“ geholt und die Franzosenviertel in diversen Städten gebaut – nicht in bittere Reparationen und Militärbeschränkungen umrechnen lassen wollten.

lukas abendscheinDie antisemitische Thule-Gesellschaft 1919 im Hotel Vierjahreszeiten wirkt bis heute mörderisch: Adeliger Militarismus, ließ die CSU aus Mitleid mit der Mutter des Mörders Graf Arco zu Valley kein Gedenken für den ersten Ministerpräsidenten Kurt Eisner gestalten, damals so schnell vom Gericht freigesprochen wie viele Mörder und Denunzianten wie Pastor Heß, der Perlacher Sozialdemokraten namentlich als Kommunisten meldete, …

raete_landauers_grabZur Ordnungszelle Bayern 1919-1933 passt der heutige mitleidlose Innenminister, der lieber im Mittelmeer ersaufen lässt, die ruacherte „Sozial“-Ministerin Haderthauer, die gnadenlose „Justiz“-Ministerin Merk: Mollath und Haslbauer, Ulvi Kulac und die immer noch nicht entschädigte Familie Rupp, der man den Mord am Vater mit der bösartigen Phantasie der zerstückelten Leiche, den Schweinen vorgeworfen, zum Gefängnisaufenthalt machte, und sie auch dann noch nicht frei lassen wollte, als der tote Vater im Auto sitzend aus dem Fluß gezogen wurde: Das Urteil ist doch gültig, ein bayrisches Gericht kann doch nicht irren!Zeitbank

Der Schoß ist fruchtbar noch, und ich fürchte weniger die 10 Demonstranten, die heute „Deutschland über alles“ grölten, ich fürchte ihre zahlungskräftigen Unterstützer mit Villen in Pasing, und ihre Deckung bei Polizei und Geheimdiensten, in Presse und im Hoch-Schulwesen, einschließlich den Rüstungsgeschäften Seehofers. Da lebt der Faschismus der Herrenmenschen weiter.

Zentraler Unschulds-Bereich: Die Militär-Richter, keiner davon zur Verantwortung gezogen, hatten im Lauf des Nazi-Reiches etwa 22.000 junge Männer zum Tode verurteilt, vor der Nazi-Zeit waren es nur 44 gewesen, meint Rolf Hochhuth. Wahrscheinlich mehr in seinem neuen SOLDATEN.

Die Justiz hat sich immer für unschuldig erklärt, heute benimmt sie sich immer noch wie eine Oberklasse der Länder. Sie ist aber nie wirklich dialog-fähig geworden.

BucheWas uns heute als AfD, Pedgida und seltsam gemischte hetzerische Internet-Gruppen zwischen Lügenpresse und Reichsbürgern, „besorgten Bürgern“ und schräg sozialisierten Migranten begegnet, hat tiefe Wurzeln in der militaristischen Propaganda vor 100 Jahren.

Europäischer Krieg

engelstreppenhatte Franz Marc den „ersten Weltkrieg“ genannt, und ich werde seine Bezeichnung übernehmen. Es war ein Krieg, der in der damaligen diplomatischen und militärischen Welt ersehnt und herbei geführt worden war, zwischen allerlei Abkommen stand der geheime Plan des Herrn Schlieffen seit 1890, den so erfolgreichen Krieg von 1870 / 71 gegen Frankreich zu wiederholen.

Da die Franzosen von den deutschen Ideen wussten und sich mit soliden Festungen den Rhein entlang zu schützen begannen, plante Schlieffen den Einbruch durch Belgien, das von den Franzosen nicht gefürchtet wurde. Zwar Völkerrechtswidrig, aber das ist wie mit UN-Koventionen bis heute, wenn sie z.B. Israel betreffen.

Wichtigster Teil der Propaganda im eigenen Land war: Wir sind angegriffen worden! Wie 9/11 etc … dessen dritter Hauseinsturz des WTC7 aktuell immer wieder als Beleg gilt: Welche Presse ist bereit, sich damit auseinanderzusetzen? Die NATO-Propaganda hat eine Gleichschaltung erzeugt, wie 1914 ff: Verteidigung des deutschen Vaterlandes, Weihnachten seid ihr wieder zu Hause …

NIKEWeihnachten wurde immer weiter zur Kriegspropaganda, auch im zweiten Europäischen Krieg: Deutsche Soldaten in aller Welt unter dem Tannenbaum … bereiteten einen Kultur-Chauvinismus, ein christlich-missionarisches und nationales Überlegenheitsgefühl, das heute den Geflüchteten aus islamischen Ländern entgegen schlägt: Unser vermeintliches Familien-Geschenke-Fest ist neben Coca-Cola-Propaganda die selbst-Versicherung unserer Winter-Monate, die sich nun im Klima auflöst.

Nach dem Krieg war vor dem Krieg

Kurt Eisner wurde ermordet, weil er die deutsche Kriegsschuld in internationalen Verhandlungen offenbarte, die Versailler Verträge wurden zum Brennstoff des rassischen Faschismus, der den Juden und den Marxisten mit der Dolchstoß-Legende die Schuld zu schob:

Das Deutsche Heer wäre im Felde ungeschlagen, doch die bösen Revolutionäre in der Heimat …

Die SPD war, nach dem sie den Friedensgedanken vor allem in ihren männlichen Kreisen schnell dem nationalen Krieg geopfert hatte, bald zur wichtigen Kriegs-Partei geworden: Die Arbeitenden hätten in den Rüstungsbetrieben nicht so lange durchgehalten, hätten früher gestreikt als erst im Februar 1918 …

Antisemitismus, Thule-Gesellschaft und Deutsch-National

TURMsieg-MarkenDie zündende Mischung für Hitlers Auftritt war schwarz-braun, wie vielen in bayrischer ReGierung weiter wirkt: Autoritär, fromm, brutal, bodenständig: Die SA war ein schnelles Produkt der Saal-und Straßenschlachten, der frommen Erziehungsgedanken und der neuen rassischen Gesundheitslehre, hatte mit der Übernahme vieler sozialistischer Ideen zu eigene Vorstellungen, auch wenn sie nie wirkliches Niveau dabei entwickelte:

Schnell übernahm sie die schon geprägten Vor-Formen aus dem Wandervogel, die alternativen Jugendbewegungen zu den studentischen Burschenschaften, die in der Reichswehr besser organisiert waren, nachdem sie nach verlorenem Krieg um ihre Karriere bangen mussten.

Die Hochschule München war erst voller Braunhemden, dann voll von Wehrmachts-Uniformen, und doch gab es einmal einen hoffnungsvollen Zwischenfall: Als der Gauleiter Gisler zu den Studierenden sprach und meinte, die paar Mädchen dazwischen sollten lieber an den Herd, als den Männern die Plätze weg zu nehmen, wurde er ausgepfiffen, und die Freunde von Hans Scholl machten sich Hoffnungen, dass die Studierenden doch zu Streiks anzustiften wären.

Die Hoffnung auf den starken Mann

brücken-englist ein reaktionäres Grundmuster der petzenden Kinder, die sich einen Vorteil beim Papi, bei der Mami, bei der Lehrkraft gegen Geschwister oder Mitschüler erhoffen. Der Hoffnung auf eine andere Regierung, auch durch großsprecherische national-tümelnde Parteien, wird durch eine immer breitere Bewegung von im letzten Jahr noch ganz  vernünftig denkenden Leuten das hetzende Feuer gegeben, das aus einer Mischung von „Lügenpresse“-Geschrei und „Merkel muss weg! und „Gabriel ist ein Betrüger“ besteht und durchaus einzelne vernünftige Anteile enthält, wo sich Schnittmengen gegen TTIP und Gabriel, gegen Hartz4-Sanktionen etc. immer finden lassen.

Die Pegida ist von Mutti enttäuscht

dass sie in den Menschenrechten nicht völkisch denkt, dass sie nicht in nationalen Kategorien funktioniert … denn NATO-Strategien kommen maximal als Verschwörung der gezielten Überfremdung des armen Deutschland vor. Die Situation der Geflüchteten wird selten grundlegend gesehen: Dass unsere reichen Länder in den Zahlungen an die UN-Flüchtlingswerke so lange gespart hatten, bis dort jedeR das Gefühl hatte, den Kindern das Letzte weg zu essen … für UNSERE SCHWARZE NULL!

Strafe und Vergeltung

sind zentrale Grundlagen des Autoritären Systems, in dem sich Kirchen und Militärs, Monarchen und Besitzbürgertum einig sind: Es muss bestraft und gerächt werden, der Sadismus verkleidet sich in Standpauken und Strafgerichte, statt auf Ausgleich und Versöhnung zu achten. Entsprechend unfähig ist das Denken von Ausgleich durch gerechte Steuern und Abgaben,

Die Treue zum Kaiser blieb,

denn die Fähigkeiten des Um-Lernens sind vor allem dem Autoritären Charakter schwer zugänglich: Die Revolution hatte, beginnend in Kiel mit dem Aufstand der Matrosen am 4.11.1918 gegen eine letzte tödliche Seeschlacht sich auf das ganze Land ausgebreitet, in dem sich in den Arbeiterräten und zurück gekommenen Soldatenkreisen und den vom Krieg ausgenommenen Bauern viele regionale Räte bildeten, inspiriert von den russischen Selbstorganisationen der Sowjets.

Die Revolution hatte mit der Monarchie auch die Vorrechte des Adels abgeschafft, was für die Soldaten hieß, dass die verhassten Vorrechte der Offiziere, besser Kost und Unterkunft im verheerendsten Kriegstreiben, zu Ende waren. Nicht so für die Kreise selbst, die sich organisierten: Nun als studierende Burschenschaften, zu denen 66% der Münchner Studenten gehörten.

Justiz-Presse-PolitikDie alten Machtverhältnisse, Sprüche, Gepflogenheiten werden wiederholt, bis zum Erbrechen …

Graf Arco, der Eisner-Mörder, wird von Polizei und Gericht als Einzeltäter hingestellt, das Muster, das sich beim Oktoberfest-Attentat und bei den NSU-Morden wiederholt, wo die Geheimdienste nicht wollen, als Mitbetreibende gesehen zu werden.

Die Thule-Gesellschaft: Vom okkulten Mummenschanz zum Hakenkreuz

Vortrag Mi 16. März 2016 um 19 Uhr mit Hermann Gilbhard

Eisner-KänzeMünchen 1918/19: Im Luxushotel „Vier Jahreszeiten“ hat die antisemitische „Thule-Gesellschaft“ Räume gemietet. Hier bringt sie auch die Redaktion ihrer Zeitung „Münchener Beobachter“ unter, die später unter dem Titel „Völkischer Beobachter“ an die NSDAP verkauft wird.

Nach dem Sturz der Monarchie in Bayern wird die Gesellschaft zum Zentrum der Gegenrevolution. Im Kampf gegen die Republik und später gegen die Münchner Räterepublik wirkt sie auf völkisch-nationale Kreise wie ein Magnet auf Eisenspäne. So gründet die Thule-Gesellschaft das „Freikorps Oberland“.

Wiener-Platz GedenktafelAls in München sieben Thule-Aktivisten von Rotgardisten erschossen werden, wird in ganz Deutschland die Nachricht vom „Geiselmord an unschuldigen Bürgern“ verbreitet. Nach Zerschlagung der Münchner Räterepublik Anfang Mai 1919 werden die Weichen neu gestellt. Bayern entwickelt sich zur Ordnungszelle der nationalen Rechten und zum Aufmarschgebiet der Nationalsozialisten. Aus dem liberalen München der Vorkriegszeit wird die „Hauptstadt der Bewegung“.

Wiener Platz München Perlacher Bürger GedenktafelHermann Gilbhard stellt in seinem Vortrag dar, welch wichtige Vordenkerrolle die Thule-Gesellschaft für die NSDAP spielte. Dabei räumt er mit den Legenden aus der esoterischen Szene auf, wonach der Okkultismus das politische Wirken der Thule maßgeblich beeinflusst habe. Und er leistet auch einen wichtigen Beitrag in der aktuellen Diskussion zum Thema Rechtsextremismus, da die Ideologie der Thule mit dem „Dritten Reich“ nicht untergegangen ist.

Hermann Gilbhard, Absolvent der Hochschule für Politik München, ist seit vielen Jahren als Journalist für den Bayerischen Rundfunk tätig. NS-Dokumentationszentrum München

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