Kritische Psychologie kennt ihre Grundlagen und ihr Menschenbild

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Es gibt sie nur an wenigen Hochschulen, wo auch kritische Geister die Zeit haben, im Rahmen des Studiums ihre Grundlagen zu reflektieren. Dazu gehört zuerst auch das Menschenbild, das die Medizin eher aus der Anatomie bezieht, die Verfassung von einem Gott, die Juristerei aus einem Fall.

www.kritische-psychologie.de beginnt mit einer Ferienuniversität … aber Wikipedia bringt es auf den Punkt:

Die Selbstbezeichnungen „kritische Psychologie“ und – international – „critical psychology“ werden von recht unterschiedlichen akademischen Richtungen verwendet. Die einzige Gemeinsamkeit dieser Ansätze, zu denen z. B. der soziale Konstruktionismus in der Psychologie, die phänomenologische Psychologie oder die psychoanalytische Sozialpsychologie zählen, liegt in einer Abgrenzung vom naturwissenschaftlich orientierten Mainstream der Disziplin, der methodisch ein experimentellstatistisches Vorgehen zum Ideal erhebt.

0 Kommentare

    • fritzletsch

      9. April 2013 19:25, Antworten

      Ja, jede Form von Kritik, aber vor allem auch die Kritik im Sinne von Kant: Zu wissen, wie und wo her ich meineErkenntnisse bekomme. In der kritischen Psychologie wurde festgestellt, dass es eigentlich ein Sammelsurium aus Krankheiten und Statistiken geworden ist, was man Psychologie nennt, aber keine Wissenschaft, die davon ausgehen könnte, was ein gesunder Mensch ist.

      In der Psycho-Analyse hat Freud forschend einen neuen Weg beschritten, später zu Recht kritisiert, mit seinem damaligen Menschenbild der hysterischen Oberschichts-Damen, aber immerhin … und forschend sollten wir weiter gehen.

      Ich staunte sehr, dass die Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft sehr schnell „judenrein“ war, nach dem Freud endlich nach London floh, und sich die „arischen“ Mediziner flott die jüdischen Arztpraxen unter den Nagel reißen konnten. In Berlin hatten die jüdischen Ärzte einen überdurchschnittlichen Anteil gehabt, weil jeweils die ganze Gemeinde für Aus- und Fortbildungen ihrer cleveren Jungs sorgte.

      Bernd Bocian hatte in seiner Doktorarbeit, die im Netz veröffentlicht ist, die Geschichte der Gestalttherapie beschrieben, die damals schon kritisch zur Couch und zur unpolitischen Arbeit der Therapeuten stand.

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