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Günter Grass warnt in der „Süddeutschen Zeitung“ vor einem Krieg gegen Iran. In seinem Gedicht mit dem Titel „Was gesagt werden muss“ fordert der Literaturnobelpreisträger deshalb, Israel dürfe keine deutschen U-Boote mehr bekommen.

Warum schweige ich, verschweige zu lange,

was offensichtlich ist und in Planspielen
geübt wurde, an deren Ende als Überlebende
wir allenfalls Fußnoten sind. …

Bild vom Gedenken an Georg Elser, ermordet am 9.4.45 im KZ Dachau, am Georg-Elser-Platz München Türkenstraße

elser-kränzeDas  – auch in der SPD – verordnete Schweigen wird weiter von israelischen Sprechern eingefordert, und letzte Woche wurde wieder ein Atom-U-Boot auf den Weg gebracht: Günther Grass ernst zu nehmen hieße, auch seine Meinung zu achten. Nur murmeln alle hochachtungsvoll und schweigen.

Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes,
dem sich mein Schweigen untergeordnet hat,
empfinde ich als belastende Lüge
und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt,
sobald er mißachtet wird;
das Verdikt „Antisemitismus“ ist geläufig.

Jetzt aber, weil aus meinem Land,
das von ureigenen Verbrechen,
die ohne Vergleich sind,
Mal um Mal eingeholt und zur Rede gestellt wird,
wiederum und rein geschäftsmäßig, wenn auch
mit flinker Lippe als Wiedergutmachung deklariert,
ein weiteres U-Boot nach Israel
geliefert werden soll, dessen Spezialität
darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe
dorthin lenken zu können, wo die Existenz
einer einzigen Atombombe unbewiesen ist,
doch als Befürchtung von Beweiskraft sein will,
sage ich, was gesagt werden muß. … hella schlumberger zu georg elser

Den Rest findet ihr zwischen triefenden Nachrufen in der SZ. Gut, dass er Ruhe hat und die aktuellen Feindlichkeiten nicht mehr ertragen muss.