baiernland

ein barockes Kircherl mit ein bisserl Dorf rum hinter Schwindegg im frühen Morgenlicht, mit allen Farben von Himmel und Wolken oben und noch früher Herbst in allen Grüntönen, leicht neblig frisch und mit gelben Feldern dazwischen: Auf dem Weg zu einer zu frühen Beerdigung, der 3. Stengbauer, den ich kannte. Der erste, Josef, war 80, als ich Kind war, der zweite, Franz, war mein Firmpate, und jetzt hatte den Sepp eine Operation das Leben gekostet.

Mühldorfer SchaufensterOb es wieder so eine Beerdigung wird wie vor eineinhalb Jahren, als unsere letzte Tante, die Lisi, zum Lichtmess-Tag Ihren Ausstand nahm?

Der junge Pfarrer hatte mit dem Denken wie vor 50 Jahren gepredigt, dass jedes Gebet da oben aufgezeichnet sei, und singen zählt doppelt!

Nach 40 Jahren Kirchenchor muss sie ein überfließendes Konto haben, angereichert durch Jahrzehnte Frauenbund und Familien-Leistungen.

zugbildJetzt fehlt hier ein ursprünglicher Teil über Mühldorf und zu 400 Jahren Gemeinde-Pädagogik in Eichstätt … nicht gespeichert.

Mühldorf, der alte Regional-Stern der Bahn, mit den Verbindungen nach Rosenheim, Freilassing und damit fast Salzburg, nach Passau und Pocking, das unter Rottal, nach Altötting und Burghausen, nach Landshut und den Anschluß Richtung Regensburg …

Nach Neumarkt St. Veit kann ich den Landshuter und den Passauer Zug nehmen, und in etwa 10 Minuten durch die gemütliche Hügellandschaft bin ich dort: Noch nicht so ganz vermaist, wie die weitere Region, aber mit der Monokultur der katastrophalen Landwirtschafts- und Energieförderung endet das Leben der Bienen und damit der Obst-Ertrag: Bayer- Monsanto und Co lassen grüßen, der Honig wird eine Rarität am Land, er kommt jetzt aus dne Gärten in den Städten.

villa rebdorf10 GemeindepädagogInnen hatten gestern ihre Rückschau auf 40 Berufsjahre gehalten, und es war eine Menge an Problematiken mit den Kirchen-Hierarchien und schwierigen Vorgesetzten, aber auch den Chancen in der Klinik-Seelsorge, Hoffnungen mit Franziskus und seiner Enzyklika „Laudato si!“ der man die politische Orientierung nicht anhört. Unsere Kapitalismus-Medien werden sie eher nicht besprechen …

Die Beerdigung in Schönberg wurde dann wieder für manche problematisch: Etliche verstanden den Pfarrer mit seiner Dialekt-Mischung gar nicht, andere hatten in der schönen alten Barock- nachgebauten und ausgemalten Kirche, von 1912-14  als St. Michael in der Aufrüstungs-Zeit und mit kämpferischer Mythologie gebaut, einfach zu wenig oder nur Hall gehört …

Ich hörte zu viel, und wieder die schöne Vorstellung, dass die Kirchentür die Eingangspforte zur Himmelstür mit dortigem Wiedersehen in einer ewigen guten Welt wäre … das Parallel-Universum der Vertröstung, das schon Heine so schön wieder gab.

 

 

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Zukunftswerkstatt mit Vergangenheit

Eine Reise nach Salzburg ist immer auch eine Reise in die Vergangenheit. Sie kann immer wieder überraschende Enthüllungen bringen … auch in der Zukunftsforschung! Die hat dort ein neues ZuHause:

Robert Jungkjungk-marke

traf sich gerne mit uns im Cafe Bazar, und wenn man sich dort hineinsetzt, kann man sofort in die Zeit rückwärts reisen, denn die letzten Jahrzehnte hat sich in diesem Raum kaum was geändert, einschließlich der Provinzialität der hiesigen offiziellen Stadtzeitung.

Dabei gäbe es wunderbare Bilder und Ereignisse direkt vor dem Haus …

Robert Jungk, 1982 auf den Friedenstagen auf den Wiener Prater-Wiesen, 1983 bei der Prominenten-Blockade in Mutlangen, ab 1984 bei den ersten großen Tagungen von Zukunftswerkstatt-Moderierenden, und unsere Zukunftswerkstätten mit Friedensgruppen in ibu, der initiative für politische bildung von unten …

Tagungen in Bad Boll / Hohenwarth, mit Rüdiger Lutz, Rolf Schwendter, Walter und Elisabeth Häcker, …

seine Anfänge in der Berliner Wandervogel-Bewegung, seine Flucht nach dem Reichstagsbrand, als er in der Humboldt-Uni noch ein Nazi-Plakat abgerissen hatte, seine Freundschaft mit Peter Weiss (Ästhetik des Widerstandes), seine in der internationalen Presse unterdrückten Berichte zu den Konzentrationslagern wie später die Reportagen aus Hiroshima … und die Kritik am kommenden Atomstaat, den wir heute gar nicht mehr anders denken können …

Die Bibliothek

jungk Bibliothek für zukukunftsfragenstrubergasse 18 / Robert Jungk Platzist vor einiger Zeit umgezogen und hat nicht mehr den trauten Hof an der Salzach unter der Burg, dafür eine S-Bahn-Station mit zwei mal am Tag Anschluss nach München: 23h ist sehr passend, in dem futuristischen Gebäude unterhalb der Mülln an einem Montag-Abend-Salon teilzunehmen, es birgt eine großartige Sammlung von Zukunftsforschung mit fachlichem Umkreis.

Ruth Jungk

wurde mit einer kleinen Ausstellung und Feuilleton-Beiträgen gewürdigt, eine Dame des Salzburger Stadt-Geschehens, einschließlich Festspielen und Karajan …

und einem Sohn, im amerikanischen Exil geboren, der nun die Geschichte der Tante Suschitzky als Familien-Geschichte geschrieben hat:

Edith Tudor-Hart Fotografin und AgentinDie Presse: Aus Liebe zu sozialer Gerechtigkeit wurde Edith Tudor-Hart Fotografin und Agentin für die Sowjetunion

„Mit eindringlichen und empfindsamen Aufnahmen hat die Fotografin Edith Tudor-Hart das soziale Elend ihrer Tage festgehalten. Das Wien-Museum gedenkt ab 26.9. mit einer Werkschau der 1908 in Favoriten geborenen Künstlerin.

Tudor-Hart wollte aber nicht nur mit ihrer Fotografie aufrütteln. Sie glaubte an den Kommunismus und wurde dafür zu einer Mitarbeiterin des sowjetischen Geheimdienstes.“

„Wir waren alle begeistert von der russischen Revolution“, erinnert sich ihr Bruder, der heute 101-jährige Kameramann und Fotograf Wolf Suschitzky. Als die Entente-Mächte gegen die Revolution intervenierten, waren viele Sympathisanten der Kommunisten bestürzt. „Viele wollten den Russen helfen“, sagt Suschitzky.

Von Ruth Suschitzky war entsprechendes nicht zu erfahren:

Das Salzburger Leben kann sich bis heute nicht so recht erklären, warum die kleine erzkatholische Stadt die neue Heimat der Migrierten aus Berlin und Wien wurde:

Der Sohn erklärte es sich mit der Sorge um sein sicheres Aufwachsen, das aber auch an den gemütlichen Salzach-Ufern nicht so ganz Drogen-fern stattfand.

Das Herbstfest

Montag abend trifft sich regelmäßig ein Kreis zu Gesprächen, Vorträgen und zum Gedankenaustausch, die neue Kollegin zu begrüßen oder einen der von Anfang der 80er Jahre an aufbauenden Kollegen wieder zu sehen.

Die Zeitschrift der Bibliothek:

ProZukunft

Pro Zukunft ist die Zeitschrift der Internationalen Bibliothek für Zukunftsfragen / Robert-Jungk-Stiftung in Salzburg. Vier Mal pro Jahr stellt sie Publikationen aus dem Bereich der Zukunfts- und Trendforschung vor und informiert interdisziplinär über neue zukunftsrelevante Publikationen (Sachbücher, Graues Material und Beiträge in Neuen Medien.)

Das Jahres-Printabo für vier Ausgaben kostet € 25,- € zzgl. 5,- Porto.
Das Jahresabo als pdf erhalten Sie um € 20,-.

Zur Bestellung | Ausgaben 2015 | Aktuelle Ausgaben | ProZukunft-Online

Die Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, JBZ

Kontakt:
Strubergasse 18/2. Stock, A-5020 Salzburg jungkSW
Telefon 0043 (0)662 – 873206
E-Mail: jungk-bibliothek@salzburg.at

Öffnungszeiten:
Montag bis Mittwoch        09-14 Uhr
Donnerstag                           16-21 Uhr
und nach Vereinbarung
Sommeröffnungszeiten (Juli/August) Di bis Do 10-14 Uhr

AGB der JBZJBZ-Zukunftspass/Fördermitgliedschaft | Team/Referenzen

Unser Auftrag

Die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen versteht sich als Einrichtung einer kritischen und kreativen Zukunftsforschung, die nicht marktorientiert agiert und sich damit von Ansätzen der Trendforschung sowie der vorwiegend kurzfristig ausgerichteten Forschung unterscheidet (Anm. 1).

Bücher

Einen guten Meter hat er selbst verfasst, eine große Menge von KollegInnen der Zukunftsforschung und der Zukunftswerkstätten hat er auch bekommen, und die Bibliothek ist immer weiter auf dem neuesten Stand:

Artikel, Besprechungen und Tendenzen füllen regelmäßig die Mitglieder-Zeitschrift, die von den vier Mitarbeitenden und dem Stipendiaten befüllt wird,

Schriftenreihe

www.jungk-bibliothek.at

Die Stationen des ereignisreichen Lebens eines Zukunftsforschers, bei vielen Tagungen in Begleitung seiner Gattin, seiner ersten Kritikerin, an deren Seite er nun am kleinen jüdischen Friedhof, nicht weit von der Salzach, ein ganzes Stück oberhalb der Stadt seit 1995 mit ihr ruht.

Zukunftswerkstätten

zukunftswerkstatt.wikispaces.com

Ein Wiki mit vielen Links über die Jahre mit Treffen in dem reichhaltigen Kollegium im gesamten deutschsprachigen Raum, nun meist Anfang Mai

zukunftslabor.jimdo.com

zum 30. Jahrestreffen der Moderierenden in der Lausitz, zusammen mit Geflüchteten

trialog2016.jimdo.com

ein Projekt in Kosova mit einem europäischen Jugendverband

http://befreiungsbewegung.fairmuenchen.de/robert-jungk-atomstaat-kritiker

befreiungsbewegung.fairmuenchen.de/wandervogel-zur-befreienden-paedagogik

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Masuren – Märchenland?

masurenEs war eher seltsam, als ich dort hin kam: Das clandestine (heimliche) Treffen der Friedensbewegten der DDR und der BRD 1988, steht auch so in manchen STASI-Akten, die von den verschwiegenen Treffen der  vorigen Jahre in Ungarn fortgeführt wurden:

Ungarn 1985 -1987

Ein Zeltplatz unterhalb der alten Benediktinerabtei Pannonhalma war unsere kleine besondere Heimat geworden, und wir bemerkten zwar so manche seltsamen Interessierten, aber wir waren ja gut drauf:BSTU - Stasi-Akte Inspirator

Friedensbewegung im Osten, wer traf sich da und wie, ökologische Ansätze und später Perestroika, die Pleisse in Leipzig als enorm belasteter Abwasser-Fluss mit kirchlichen Aktionen und Meditationen, die westlichen Aktionen von der Menschenkette in Ulm zur Garnison bis zur Blockade-Aktion mit Bezugsgruppen und Promis in Mutlangen, grüne Bewegungs-Politik und Umwelt-Bibliothek in Ostberlin und Friedenskreis in Pankow …

Wir tauschten Mark Ost / West 1:1 zu Forinth – für uns Wessis ein billiger Urlaub, für die Ostler eine günstige Möglichkeit, zwei Wochen Austausch und Fortbildung gemeinsam zu gestalten.

Das Gefährliche war die vermeintlich gleiche Sprache mit den verschiedenen Bedeutungen, die wir erst durch Nachfragen und Unverständnisse entschlüsseln und erlernen konnten,

wir Westler mit unseren Ansprüchen aus den neuen Methoden der Bildungsarbeit in der fortschrittlichen Friedenarbeit, Gewaltfreie Aktion,  Forumtheater, Gestalt-Kommunikation, Zukunftswerkstätten, während unsere Alt-Strukturen immer auf Ostermarsch, Demo und Massen-Mobilisierungen setzten.Fritz Letsch theaterpädagogik, friedenarbeit

Da in diesen Kreisen auch viele alte DKPler waren, hatten wir dort unsere neuen Erfahrungen genau so zu verschweigen, wie die FreundInnen im Osten zur Struktur der Kirche oder staatlichen Stellen, die zur STASI berichteten …

Entsprechend wenig Aufzeichnungen haben wir, außer den STASI-Unterlagen, die bisher nur einen kleinen Teil der Projekten freilegten: Meine bisher bekannte Akte beginnt erst in Greifswald, ist auf home.arcor.de/letsch/ibu.htm dokumentiert.

Etwas erschrocken war ich, als ich die russische Übersetzung realisierte: Dass der KGB von unseren netten Urlauben wusste …

Greifswald

Aus einer der Theaterwerkstätten mit dem sehr gefragten Forumtheater aus dem Theater der Unterdrückten von Augusto Boal gab es meine erste richtige Akte, aus anderen Projekten wie Zukunftswerkstätten mit vielen Akteuren, späteren Mitwirkenden der letzten DDR-Regierung, muss ich erst allmählich Erinnerungen reaktivieren …

Masuren 1988

Im Vorfeld gab es ein paar Veränderungen in West, ein paar Missverständnisse in der etwas verschlüsselten Kommunikation,und das Problem, dass die Ost-Teilnehmenden im Sommer 1988 kein Visum für Ungarn mehr bekommen konnten, da dort die Grenzen nicht mehr dicht waren.

Als ich ankam, war der Großteil der Ost-Teilnehmenden schon abgereist, weil kaum West-Freunde gekommen und zu erwarten waren, die Visa waren nicht so leicht zu haben.

zum Bauer Gollan am kleinen See

brachten mich spät Nacht, als ich in Olstyn / Allenstein endlich angekommen war, ein paar junge Leute im Kleinwagen, die auch sofort wussten, wo hin ich wollte, und deutsch sprachen: Auch sie wollten Feierabend machen, der letzte Gast …

Rüdiger und Linn

hatten noch eine Woche mehr Zeit, erzählten und wir lernten uns kennen, auf Grundlage der Erzählung der anderen, die schon weg waren, und die Besuch in Olstyn bei Solidarnosc und auf dem Markt, eine Nacht im Hotel und allerlei gegenseitiges „Leben-erzählen“ gab uns eine wunderbare Grundlage.

Potsdam, Brandenburg

rüdigerhatte auf dieser und einer früheren Basis einige Aufträge für mich: Die Studierenden der Fürsorge, im Westen Sozialpädagogik, und die der Gemeindepädagogik in studentischer Mitwirkung / Selbstorganisation waren für mich eine Erleuchtung: Auf der Grundlage der Pädagogik von Paulo Freire gab es kirchliche Hochschulen, vor allem für Bausoldaten und Pfarrerstöchter, die staatlich nicht studieren durften, hier nun selbst organisiert!

Bildungswerkstatt Brandenburg, heute Böll Brandenburg

Nach der Wende ging es schnell: Währungsunion, Vereinsgründung, Ausbildung von Mitarbeitenden, ABM mit 120%, Finanzierung durch die Staatskanzlei, die Brandung e.V., wie der Verein der Gruppierungen für grün-nahe politische Bildung, die wir im Land einsammelten, zwischenzeitlich hieß, daneben ein Institut für politische Pädagogik …

Die Stasi-Auflösung in Potsdam, Geschichtswerkstätten, Zukunftswerkstätten, Mittwochs-Salon, Lehrerfortbildungen, befreiende Pädagogik

nach DEINEM Kommentar schreib ich weiter …,

denn alle anderen, die dabei waren, dürfen gern ihre Sicht dazu stellen …
und wer die Zeit in eigener Weise erlebt hat, natürlich auch!

Nun nennt sich die Heinrich-Böll-Stiftung selbst Zukunftswerkstatt und verdrängt damit, wie diverse Gremien der SPD, die ebenfalls ihre Vortragsreihen so nennen, dass Robert Jungk damit eine wichtige Beteiligungs-Methode entwickelt und mit etlichen KollegInnen überarbeitet und propagiert hatte: Demokratische Zusammenarbeit ist in Bewegungen und außerhalb von Partei-Hierarchien und staatlich finanzierten Bildungswerken anscheinend innovativer.

 

 

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Fritz Letsch – Arbeitsthemen

fritz-letsch-foto-wolfgang-faenderl.jpg
Foto: Wolfgang Fänderl

Die Lösung ist noch nicht zu sehen.

Sie liegt auf der nächsten Ebene.

Wie wir gemeinsam die Ebenen unterscheiden und wechseln können …
Beratung, Moderation, Begleitung, Kampagnen, Öffentlichkeitsarbeit mit Tiefenwirkung
Gestaltorientierung und politische Beteiligung, Organisationsentwicklung und Theater-Methoden

  • Als studierter Gemeindepädagoge bin ich mit vielen Gruppen wie der AG SPAK über die Theaterarbeit mit Augusto Boal durch alle gesellschaftlichen Bereiche gekommen,
    als Lernender und Lehrender wie Paulo Freire in vielen Akademien, Hochschulen, Einrichtungen, Unternehmen und politischen Zusammenhängen, in allen Rollen von Verantwortung,
    und finde immer wieder neue Herausforderungen zwischen Bühne, Fortbildungen und Gestalt-Supervisionen, sowie ganz bodenständig bei Sexualpädagogik in allen Arten der Schulen.
  • Mit den Zukunftswerkstätten von Robert Jungk bildet sich seit 30 Jahren ein Freundeskreis von Moderierenden fort, in Radio-Gesprächen gehe ich aktuellen Ereignissen mit interessanten Partnern nach,
    in Genossenschaften und Vereinen übe ich mit KollegInnen die Möglichkeiten der Selbstverwaltung, gemeinschaftlicher Projektentwicklung und gemeinwohlorientierter Unternehmensentwicklung.
  • Trained as a communityeducator I have come with many groups such as the AG SPAK about the theater work with Augusto Boal by all sectors of society,
    as a learner and teacher as Paulo Freire, in many colleges, universities, institutions, businesses and political contexts, in all roles of responsibility
    and find always new challenges between stage
    , training and Gestaltsupervision, and down to earth in sex education in all types of schools.
  • The future workshops by RobertJungk, a circle of friends trains since 30 years moderating, in radiointerviews I‚m current following events with interesting partners,
    in cooperatives and associations I practice with colleagues the possibilities of self-management ,project development and Community Development as Social Investment-Business

Die neuen Seiten: eineweltnetz.org und fairmuenchen.de , aktuelle Baustellen: http://fritz-letsch.jimdo.com und zbb-ev.jimdo.com

aktuelle Themen sind jetzt auf befreiungsbewegung.fairmuenchen.de dokumentiert und facebook.com/TheaterMachtPolitik oder facebook.com/LernendeOrganisation,kollegiales auf **forumtheaterblog.wordpress.com** Internationales ist zu finden auf **theatreoftheoppressed.org**

Die Kritische Theorie als enge Verwandte der Befreienden Pädagogik und Theologie mit dem Forumtheater zum Tanzen bringen,
bis zur intrinsisch motivierten Altenpflege … auf Grundlage von Existentialistischer Theologie und dem Denken der Aufklärung …
im Verein Das andere Bayern und der Revolution 1918 und Räterepubliken im Plenum R, und im Denken der Situationisten mit den jungen KollegInnen von FLORIDA in der Lothringer13
crowdy als crowd-help könnte so was wie startnext für das Projekt-A werden
eineweltnetz.org und fairmuenchen.de werden Unterseiten bekommen … wie http://transition.fairmuenchen.de und forumtheaterblog.wordpress.com

Supervision in der interkulturellen Arbeitsonnen-brücke20151220

Langfristige soziale Arbeit braucht Supervision, in sehr sporadisch arbeitenden Teams kann sie auch als Jahrestreffen, Quartals-Planungen, Konzept-Runden und als politische Supervision für die Zusammenarbeit mit Berufsverband, fachlichen oder regionalen Gremien und den Führungsebenen der Verbände stattfinden.

Auch ehrenamtliche Gremien wie Arbeitskreise, Landesvorstände, Bezirksorganisationen oder thematische oder regionale Gemeinde- und Kreis-Verbände können politische Supervision nutzen, die eigene Arbeits-Energie auch in die Bevölkerung und benachbarte Gruppierungen zu transportieren und Zusammenarbeiten vorzubereiten.

 


Gewaltfreiheit, die Bewegung seit Ghandi, die sich durch alle Bürgerrechts-Kämpfe zog, mit allen Bruchlinien des Mordes an Ghandi bis Martin Luther King: Wer die Macht der alten Herrschaft angreift, begibt

collectivitycollectivity

sich in Gefahr. Trotzdem nicht die Fehler der alten Systeme zu übernehmen und in den neuen Strukturen für Gewaltfreiheit zu sorgen, stabilisiert unsere Menschlichkeit.

Neoliberale Machenschaften wollen uns grade das Straßensystem und die Daten des Verkehrs an einen Geschäftemacher-Konzern enteignen, der Airbus-Konzern schafft es mit der Lufthansa, einen angeblich irren Co-Pilozu lancieren, um von Arbeitsbedingungen und vergifteter Luft im Cockpit abzulenken … und die EU plant Projekte, gegen die Putin-Freundlichkeit bei Menschen in Deutschland anzugehen, die nicht kriegslüstern sind: Russisch verstehende Menschen werden in Kriegszeiten zur Gefahr?

Die gemeinschaftliche Arbeit in pflegenen Einrichtungen braucht die Kunst des Gemeinsamen, eine Lust, mit den zu Pflegenen und deren Stärken, Interessen und Träumen zu leben, und dies gemeinschaftlich so zu feiern, dass es nach draußen strahlt … weiter:
aktuelles


Community DevelopmentCCD-logo.gif

Integrative Entwicklung für Gemeinden, Stadtteile und Regionen mit der Kraft der innovativen Betriebe und Einrichtungen

Modern arbeitende Betriebe gehen nicht mehr nach Chef-Pfeife, sondern arbeiten motiviert in flachen Hierarchien und mit der Gestaltungsfreude der Mitarbeitenden. Gleichzeitig leben wir in Umständen, die aus alten Hierarchien in Schule und Verwaltung die Chef-Struktur einprägen, die auch keine Fehler-Kultur zulassen kann. Wenn eine modern arbeitende Firma in einem Stadtteil in die Unruhe.jpg Schule geht, was passiert? Zuerst wird blockiert, aber dann …

Sexualpädagogik für junge Menschen mit Donum Vitae

Szenen:
Elternabend 3.0 in einer offenen Schule
Stadtviertel-Gestaltung interaktiv

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Theater-Methoden für gemeinschaftliches Denken und Forschen
Forschungsgruppen zur interaktiven Nachbarschaft in Unternehmen
Internationale Gemeinschaftsprojekte http://zbb.wikispaces.com/MicroKredit+direkt

Moderationsausbildungen für alle Interessierten mit neuen Arbeits- und Lernformen mit Fehlerkultur

Keine Podiumsdiskussionen und Vorträge mehr, sondern:

  • Fischglas, Forum der Gruppen, Open space
  • Zukunftswerkstatt
  • Community Organizing
  • Community Development

Transition-Lösungen in der Gemeinde

mogdy und open Government, Regionale Arbeitskreise und Bezirksparlamente

Zukunftsweisende Gemeindearbeit moderieren

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Aus- und Fortbildungsreihe analog http://seniorenakademiemuenchen.wikispaces.com/
http://sozialwissenschaft.wikispaces.com/Community+Development
http://trendreport.betterplace-lab.org/trend/produktiv-scheitern

Gegensprechanlage auf Radio LoRa München 92,4 mit Bewegungen lernen

Aktuelle Artikel auf fairmuenchen.de oder eineweltnetz.org Wichtigste Baustellen: forum-theater-werkstatt zu nachhaltiger-klimapolitik und fairem Handel

UNruhe-akademieMünchen / Paulo-Freire-Akademie / ZukunftsAkademie / TheaterAkademie / auch zu Transition Towns
Wettbewerb und Auszeichnung für Jugendliche und Generationenprojekte zum Fairen Handel im Fairen München einschließlich Theatergruppe
im Radionun gelegentlich wieder Gegensprechanlage – und All-Wir, BGE und ideeTT.de, Fairhandel und Forumtheater im zbb
Forum-Theater-Methoden in der Ästhetischen Arbeit (Akademie München) und in der Flüchtlingsarbeit in Stuttgart,

CCD: Aufruhr in der Stadt – Neue Impulse für die Stadtteilarbeit durch Comprehensive Community Development

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Theater Macht Politik

theatermachtpolitik.jpgManche Bücher entstehen überraschend, manche Beiträge sind plötzlich da, manche sträuben sich …

Theater macht Politik

war zuerst ein Werkbuch für die Jugendarbeit, das sich im Institut des Bayrischen Jugendring in Gauting so gut verkaufte, dass eine Neuauflage fällig war:

Die AG SPAK hatte auch schon früher das Forumtheater gefördert, wie die Befreiende Pädagogik, der Verlag hat das Buch herausgebracht.

Viele KollegInnen hatten ihre Erfahrungen beigetragen, die Simone Odierna gesammelt und redigiert hat. 19 Euro …

Das Ketzerbrevier war auf eine seltsame Konstellation entstanden: Der CSD in Altötting war eine Herausforderung für die kleine Stadt, für den alten Bischof und die brave schweigende Provinz, die nur in den eingeweihten Kreisen tuschelt, auch wenn sie in einzelnen Bereichen durchaus menschlich und progressiv ist.letsch_altoetting_m

Ketzerbrevier eines Altöttinger Ministranten

bis 15.12.15 auch im ketzerbrevier.blog.de

… denn Sie wissen nicht, was Liebe ist …

Mein Ärger mit der Kirche – Bewusstseinsbildung statt blindem Glauben!
Das Büchlein ist für 13 euronen bei AG SPAK BÜCHER oder im Buchhandel zu bestellen: ISBN 3-930 830-48-5

Die Blogbeiträge bleiben in Befreiungsbewegung.eineweltnetz.org

Bewegungsmuster

Wellen, die sich in Steinen brechen

die frage der bewegungen in bürgerlichem umfeld
die gischt, der sand, die kleinen steine, die sich neu formieren
wie das wasser grade hereinbricht.

wenn wir, aus grüner bewegung kommend,
heute, kritisch genug, in Gestapo-Akten schauen,
sehen wir verwundert – auch – modernisierungskollegInnen.

natürlich zuerst die kriegsgewinnler, lumpige schnellaufsteiger,
dann auch gläubige von blut und rasse, bodenständig.
katholizismus und manches aufgeklärt und protestantische wehrt sich,
verbohrte bibelforscher treffen kommunistische agitatoren im KZ.

geschäftemacher riechen ihre chance,
alten adel und besitzer zu beseitigen,
die kleine denunziation reicht manchmal aus,
manchmal braucht es terror und übergriffe,
mordangriffe per seilschaften in der partei.

Und es ergreifen frauen ihre chance,
saufende und schlagende, asoziale,
und übergriffige männer loszuwerden,
und auch ihre neue rolle in der partei zu nutzen.

junge männer revoltieren gegen ihre dominanten väter,
zeigen plötzlich den alten, dass die neue zeit
ihre alten massstäbe nicht mehr so ernst nimmt wie sie.

in dieser neuen zeit revoltierte mein vater, als hitlerjunge,
gegen seinen prügelnden hitlerkritischen zimmerermeistervater,
bis er an der ostfront, 24-jährig, ein bein verlor,
und etwas später den älteren bruder an der westfront.

der jüngste bruder der mütterlichen grossbauernfamilie
war auch vom hakenkreuz gegen den hitlerkritischen vater
(der auch dorfbürgermeister war) begeistert und starb dafür.

schweigend hingen die beiden gefallenen brüder der eltern
in silbernen rahmen mit schwarzem rand im neu gebauten haus
in unserem neuen kinderzimmer im jahre 1958
als einziger schmuck über den betten der beiden söhne.

heute erscheint mir die damalige angst wie eine gruft,
die 50er und 60er jahre wie eine verlängerung des schweigens
der 40er jahre unserer eltern, die nun keine jugend mehr hatten
vor lauter ängstlichem schweigen zu unseren kinderfragen.

das verstehst du nicht, war die übliche floskel,
und als ich heute die liste der wichtigsten nazis von altötting
und die namen der verantwortlichen der letzten erschiessungen
im mai 1945 in händen hatte, mitsamt den kriegsgewinnlern,
schloss sich eine wunde des damaligen ausgeschlossen-seins:

das verstehst du nicht. nun verstehe ich.
der enkel des damaligen nazi-bürgermeisters und nsdap-ortsvorstands
war mein erster intimer freund, hatte ähnlich schlechte beurteilungen
wie sein grossvater von gegnerischer seite. a lazy good for nothing,
dafür liebte ich ihn.

es ging mir nie um rache, sie waren doch nur kleinliche butter-gewinnler,
wie die milchgeschäftsbesitzerin, die sich so bigott in der kirche inszenierte,
dass wir als kinder kicherten, heute sind sie wieder angesehen in der stadt …

wie der photograph, der damals von haus zu haus wusste,
wo ein hitlerbild hing, sonst könnte ja was passieren,
sein sohn war in der adolf-hitler-schule in simbach.
(nein, kein mensch weiß heute, dass es die gab …)

tabus der kleinstadt, die aufschrecken, weil die alten noch plaudern könnten,
vielleicht leichter sterben würden, mit weniger angst vor dem ausplaudern,
die sie in den bitteren zeiten gelernt hatten, als reden nach dachau brachte.

wir aber, nachgeborene und tabugelernte, können erinnern lernen,
denken und geschichte befreien, damit sie nicht über unsere kinder kommt.

warum unsere mutter auch in den 60er Jahren noch nicht bei Schuh-John kaufte,
dem netten herrn, der auch uns kinder freundlich grüsste,
sondern bei allerlei anderen bekannten, die nicht jüdisch waren,
(wie kam ein jüdischer schuhhändler damals in unsere stadt – zurück?)

was war die Geschichte von dem jüdischen bethaus in der katholischen stadt,
von dem auch die kirchen bis heute schweigen können?
und hatten sie auch einen friedhof? wo? wieviele? verschwunden.
verschwiegen. bis gestern und heute.

Weiss Ferdl’s name für die schule ist nett, seine geschichte mit den nazis
zuletzt im platzl in münchen war es wohl nicht: volkssänger und SS-publikum.
wer sang damals in altötting und für wen?

nur der ortsbauernführer und jener stadtbekannte hetzer gegen den klerus,
dem für seine beleidigungen schauspielerische fähigkeiten bescheinigt wurden?
der arbeitsamtsleiter und die polizeifuzzis, die gegen den einzigen kommunisten
am ort waffen und munitition und benzin bereithielten? der landrat?

graue vorzeit für die kinder, denen die lehrer nun ausgewogen die ferne zeit,
die wir noch mit alten lehrerInnen jahrelang nacherleben konnten,
wieder näherzubringen versuchen werden. ohne ortsgeschichte.

die würde nur alte wunden aufreissen. vielleicht auch manche schliessen.
meine konnte ich zum glück nun in der ferne pflegen. dank mancher juden.

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Postdemokratie: Politische Aufstellung im Radio Mi 9.9. 21h

Das Boot ist voll, die Landschaft leer…

Während die Flüchtlinge mit großen politischen Gesten abgewehrt werden, sterben die Dörfer in den Provinzen an Langeweile und Selbstgerechtigkeit, aus.
Als wollten sie lieber keine Zukunft, als eine, die sie noch nicht kennen, dabei wollen sie sonst ständig Neues, wie Einweggrills und Wursthaut-Leggins …

Radio LORA München 92,4
Radio LORA München 92,4 auf UKW und www.lora924.de und DAB+

Aufstellung im Radio

Am Mi 9.9. ab 21 h versuchen wir,

eine Aufstellung mit Dr. Ruth Sander und dem Themengebende der letzten Aufstellung im Juni zu Gewalt & Politik

im Radio zu vermitteln und die Methode vorzustellen – außerhalb des Münchner Raums im Internet zu hören: www.lora924.de

Programm meiner Gegensprechanlage am 2. Mittwoch im Monat gibts auch auf twitter

Aufstellung mit anschließender Reflexion

Ruth Sander lädt zur realen Aufstellung am 23.9. ein:
Zitat von Gast Fritz Letsch: fritz-im-landtag-faenderl-von-hinten

„Postdemokratie ist ein Wort, das mich nachhaltig elektrisierte:

…als Michael Hirsch in einem Vortrag davon sprach, wie viele „Bürger“ in Deutschland längst abgehängt sind,
die nie mehr wählen gehen würden, auch nicht Links oder gar keinesfalls Links,
dass mit dem Parlamentarismus ein nur noch selbst-referentielles System besteht,
das uns mit Kleinigkeiten, Empörungen und Unsinnigkeiten wie Maut beschäftigt

…wüsste ich nicht von internationalen Bewegungen der Bildung und Selbstorganisation,
der Selbst-Aneignung von Land und „Gutem Leben“,
dem Buen Vivir von Zapatistas bis Ashàninkas,
von Weltsozialforum und guten Entwicklungen,
ich sähe schwarz und braun für unsere Kultur …“

Was lässt uns schwarz und braun sehen, was alle Farben des Regenbogens?

Wohin wenden wir unsere Blicke? Was können wir tun, um das Leben als bunt zu erleben?

Kostenbeitrag: 10,00 € oder Regio  – Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Gast: Fritz Letsch, Theaterpädagoge und Gestalttherapeut

Moderation: Dr. Ruth Sander,  Mi., 23.09.15, 19.00 Uhr EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80 Rg. München Theatersaal im EG

netzwerk-gemeinsinn.net
netzwerk-gemeinsinn.net
Politik im Raum, Ruth Sander
Politik im Raum, Ruth Sander

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Zugriff auf die NSA-Archive durch die Hochschule

The National Security Archive -
The National Security Archive –

About the National Security Archive

29 Years of Opening Governments at Home and Abroad

Ein Beispiel:

Srebrenica Conference Documents Detail Path to Genocide from 1993 to 1995

Documents show contradictions between New York UN declarations and ground realities, resistance from member states to back up resolutions with troops and planes, constant reluctance to use air strikes abetted by divisions within U.S. government, allies

und die echten Verschwörungstheoretiker werden eine Finte der US dahinter sehen, aber hierzulande ist – vor allem bei den Behörden – nicht angekommen, was OPEN DATA bedeutet: Vielleicht mehr als das alte Bürgerrecht auf Demokratie, Freiheit und Wahlen: Freie Zugänglichkeit der Information und Meinung, bei uns durch halbstaatliche Fernseh- und Funk-ANSTALTEN, dazwischen marktgängige Pressekonzerne und Privatsender voll Werbetrash: Bild en wir Meinungen oder Fronten?

 

OBAMA’s SECRET DIPLOMACY WITH CUBAAugust 13, 2015

OBAMA’S SECRET DIPLOMACY WITH CUBA

New Revelations

http://nsarchive.gwu.edu/index.html

 

The Digital National Security Archive is a full-text, online subscription resource from ProQuest providing coverage of more than 104,000 curated primary source documents culled from the collections of the National Security Archive.

NSA-Archiv
The National Security Archive

For information about subscribing to DNSA, click here: http://www.proquest.com/contact/general-contact.html

Access to DNSA is available in the National Security Archive’s Smith Bagley Reading Room in Washington, D.C.

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Erich Mühsam war einer der Ersten, die von der SS ermordet wurden, Ernst Toller floh in die USA

Erich Mühsam

Muehsam-Toller

Am Jakobsplatz München: Erich Mühsam, Ernst Toller,
von denen wir in den nächsten Jahren noch mehr hören und sehen werden:

Zu demnächst 100 Jahren Revolution und Räterepublik, aber auch der finsteren Zeit zwischen den Reichen:

Die Ordnungszelle Bayern bereitete 1920 als Polizei-  und Obrigkeits-Richterstaat den Faschismus vor, bis er 1933 nach Berlin marschierte: 13 finstere Jahre vor den 12 blutigen

…Mühsam und Toller am Jakobsplatz

http://www.erich-muehsam.de/

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Zeitreisen tun grade gut: Rolf Pohle schrieb in „Mein Name ist Mensch“ die Geschichte der 68er in München mit

Die Proteste der Studierenden hatten Grundlagen: Polizeimord an Benno Ohnesorgin Berlin und die mörderische Hetze der Bildzeitung gegen Rudi Dutschke brachte auch die bayrische Polizei in heftigsten Einsatz für die Bildzeitung, deren Auslieferung in der Schellingstrasse, dem Druckhaus des „Völkischen Beobachter“, verhindert werden sollte.Der LSD, der liberale Studierendenverband hatte sein Büro nicht weit entfernt, und Pohle war als Sprecher / Vorsitzender im ASTA organisiert,

BIld: indymedia.org mit Nachruf

Zwei Tote hat die eifrige Polizei in München auf dem Gewissen, Klaus Frings wollte die Barrikade (als einziger nicht im Auftrag der Polizei) fotografieren und dokumentierte dabei den anderen Mord: Sein Film mit den Schüssen auf Rüdiger Schreck war dann angeblich nicht belichtet.

In jenen Tagen war nur die Polizei bewaffnet, die Anschläge der RAF waren erst eine Folge dieser Unrechts-Behandlung der nie wirklich ent-nazi-fizierten Polizei, die in der Wehrmacht an der Ostfront das Töten geübt hatte.

Rolf Pohle war als Verteidiger zum Anwalt der Studierenden geworden, die sich durch die Unrechts-Erfahrungen in immer größeren Mengen politisierten, dann auch Unterstützung von vielen Anwälten, Lehrlingen und Arbeitern bekamen: Jedes linke Flugblatt wurde wieder zum Verhaftungsgrund,

Später dann die Legende des „Waffenhändlers“ der RAF, zwielichtige politische Prozesse ohne Beweise, Haftstrafen und immer wieder „Fahndungen“, Festnahmen … Flucht.

Griechenland wollte ihn nicht ausliefern, weil er einen guten Kontakt zu den Kreisen gegen die Militär-Junta hatte, aber die Bundesregierung war stärker … und er landete wieder im Hochsicherheitsbereich in Straubing,

Rolf Pohle MEIN NAME IST MENSCH

Frage an Rolf Pohle: Es sind über 20 Jahre vergangen… Wenn dir damals jemand gesagt hätte, wenn du das machst, ist deine Karriere weg, futsch, Gefängnis und so. Hättest du das bereut? Hättest du das Gleiche gemacht?

Antwort Rolf Pohle: Das ist genauso, wie es in Lion Feuchtwangers „Erfolg“ geschildert ist. Das ist heute noch so… Ich kannte also die Zustände und wie diese Leute denken, denn ich stamme ja sozusagen aus dieser Bildungsbürgerschicht da in München. Und deshalb wusste ich, dass ich damit mein Leben aufs Spiel setze oder jedenfalls mit Gefängnis rechnen muss. Und natürlich habe ich Angst gehabt… Weil ich mir gar nicht vorstellen konnte, wie das ist in der Isolierung.

Das habe ich mir nicht vorstellen können, dass ich das aushalten kann. Und in gewisser Hinsicht habe ich das eben dann auch bewusst in Kauf genommen. Natürlich habe ich Angst. Jeder Mensch hat Todesangst… Ich habe das Gefühl gehabt, auch wenn ich in der schärfsten Isolation im Knast war, in der Kontaktsperre, und wenn ich dann irgend so einen Richterbeschluss da bekam – die waren ja in meinem Alter und deren Karriere hätte auch meine Karriere gewesen sein können – und habe mir gedacht: Was sind das doch für verklemmte Menschen!
Und was für Ängste haben die! Da bin ich froh… Da habe ich mich freier gefühlt in der Isolationszelle im Knast als die. Und so geht es mir heute auch noch.

Rolf Pohle auf die Frage des Richters im Prozess 1972 nach seinen Personalien:
Mein Name ist Mensch. Ich habe viele Väter. Ich habe viele Mütter. Ich habe viele Brüder. Ich habe viele Schwestern. Ich bin über zehntausend Jahre alt und heiße Mensch. Ich weiß, wir werden siegen, und der Planet wird uns allen gehören

www.karin-kramer-verlag.de
3-87956-273-3 /  192 Seiten / mit zahlreichen Abbildungen und Dokumenten Euro (D) 18,–  /  sFr 31,–

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Politische Aufstellung: Bewusst werden lassen, was uns bewegte und wie das denken der Anderen in uns wirkt

Ruth Sander begrüßt, bringt erst eine Einstimmung, dankt dem Themenspender und lässt diesen einführen:

Opposition, Untergrund, Terrorismus –
Wo verläuft die rote Linie?

20150615_Themen-AufstellungDie Situationen zwischen Opposition und politischer Veränderung, auch am Beispiel Kolumbiens, kommen zur Sprache, zwischen Drogenkartellen, Politik und Gemeinde-Organisationen.

Aufstellung* mit anschließender Reflexion
1968: Proteste, Steinewerfer, Joschka Fischer mittendrin an exponierter Stelle
1998: Joschka Fischer wird Außenminister und stellvertretender Bundeskanzler
20150615_Aufstellung
1972: José Mujica tritt wegen Guerilla-Aktivitäten eine 13jährige Haftstrafe an
2010: José Mujica wird als Staatspräsident von Uruguay vereidigt

Al Kaida & Co, bei aller Abscheu werfen auch sie die Frage nach der Gerechtigkeit unserer Welt- und Wirtschaftsordnung, der politischen Beteiligung, Inklusion und guten Ordnung auf. Wann ist Widerstand erlaubt, sogar geboten, wo sind die Grenzen? Mit diesem Komplex von Ethik, Gewalt und Transformation wollen wir uns in der Aufstellung befassen.
Gast: Wolfgang Goede, Wissenschaftsjournalist und ehem. Community Organizer Moderation: Dr. Ruth Sander

Im Gespräch der Runde (ca 25 Teilnehmende) werden dann 6 Charaktere entworfen, die dann in der Aufstellung landen:

  • Die Mächtigen
  • Die Ohnmächtigen
  • Die Anderen
  • Die Protestierenden
  • Die Extremen
  • Die Gewalttätigen

Der Verlauf

Die sechs Darstellenden nehmen eine Position ein, als „System“ steht ein Stapel schwerer Stühle in der Mitte, die Darstellerin der „Mächtigen“ nimmt sich eine Stuhl und stellt sich drauf. Später bemerkt sie, wie handlungsunfähig sie durch diese Position wird.

Die Extremen – mit dem Wunsch, den Stapel umzuwerfen, aber gehemmt, denn es kann nicht sein: In dieser Anspannung unentschieden, von einem Bein auf das andere tretend, ablehnend kritisch zu allen Anderen und Protestierenden.

Die Solidarität ist MEIN Thema, es gehört mir, „Hoch die internationale Solidarität!“ und es beleidigt mich, wenn Andere das auch beanspruchen: Marxismus und Gewerkschaften SOLLTEN auf mich hören, ich durchschaue das System!

Alles scheint blockiert: Jede Gruppe im System ist mit sich beschäftigt, Verständigung und Kooperation kommen nicht zustande, nichts geht. Da – die Protestierende will die Darstellerin der Mächtigen wieder vom Stuhl heben, diese versucht sich, am System-Stapel festzuhalten.

Das gibt mir , dem Extremen, den Impuls, das System vom Stuhl der Mächtigen, auf dem sie immer noch steht, wegzuziehen, ihr die Sicherheit zu nehmen. Dann war es möglich, das SYSTEM / den Stapel auseinanderzunehmen, erst mal zwei Stühle runter,

Plötzlich gibt es statt einem SYSTEM (dem hohen Stapel Stühle) zwei (niedrigere), dann sogar vier (niedrige), verteilt um die Mitte. Die Ohnmächtigen gehen zu Boden, sie halten sich die Hände vors Gesicht, wollen nichts mehr sehen. Sie sind so am Boden zerstört, dass sie an Selbstmord denken.

mein Fazit:EWH-TURM

Als Extremer (vor der Rolle hatte ich früher Angst, die analytischen Marxisten gingen mir mit ihrer Rechthaberei und Tatenlosigkeit auf den Geist, nun sehe ich in PODEMOS, Zapatisten, Pacha Mama-Bewegung, indigenen Organisationen und befreiender Pädagogik (wie früher befreienderTheologie) durchaus gute internationale Kräfte, die vom Verstehen des Systems (Die gestapelten Stühle sind zu zerlegen) zur logischen gemeinschaftlichen Handlung führen:

Dem System, den unrecht handelnden Konzernen die Macht, unsere Zustimmung entziehen.

Im Stil des Welt-Sozialforum gibt es eine Art der Aufmerksamkeit und Beziehung für politische Gruppen untereinander, aber die deutschen und münchner Sozialforen sind in der Hand gut meinender Linker, die Vorträge und Diskussionen und im Moment Soli-Aktionen zu Griechenland organisieren, aber nicht den Austausch der Gruppen.

Den erlebe ich nur innerhalb des Nord-Süd-Forum München, das alle 2 Monate gut 60 Gruppen und Vereine in Austausch bringt und vom 3.-5.7.15 mit Vortrag, Arbeitsgruppen und einem Markt die Zusammenarbeit der Alternativen organisieren will.

Meine neue Rolle als Extremer gefällt mir nun recht gut, vielleicht komme ich mit der Arbeitsweise nun etwas weiter …

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