Neue bayrische Konzentrationslager

Bayern errichtet seit einigen Monaten neue Konzentrationslager, „natürlich“ nur für Geflüchtete, denn damals waren die Lager ja auch nur für Arbeitsscheue und Kommunisten. Die Leute der SPD durften oft schon nach 3 Monaten wieder nach Hause, die Schwulen, Juden und Fremdarbeiter kamen erst später dazu. Geflüchtete sollen bis zu zwei Jahren dort verwahrt werden, was eine heftige Aufgabenstellung für die finanziell aufgerüsteten Sicherheitskräfte werden dürfte.

Die Politik des Innenministeriums über die Landratsämter, für viele Geflüchtete keine Ausbildungs- und Arbeitserlaubnis mehr zu erteilen, schafft Unruhe in den Helferkreisen und in der Presse.

Der Bolschewik aus Sicht bayr. VolksparteiAbschiebe-Lager in Bayern

Abschiebe-Lager sollen die Geflüchteten vor Bevölkerungs-Kontakt schützen, der sie beraten und zu ihren Rechten informieren könnte.

Die „Konservative Revolution“ ist eine historische Floskel, die in die 1920er Jahre zurück geht:

Die AfD rechts überholen und sich in die reaktionäre Restauration nach dem Ende der Monarchie und der Niederschlagung der Räterepublik zurück wünschen, um den Faschismus

Menschenrechte?

Aus den Bürgerrechts-Bewegungen in den USA und dem Kampf gegen den Vietnam-Krieg und die Fortführung des Kolonialismus in den südamerikanischen Staaten wuchs eine breite Studenten- und Künstlerbewegung, als Hippies und Gammler abgetan, eine Wieder-Auferstehung der Lebensreformer, ausgewanderte Nature-Boys und Pazisfisten, wache Literaten wie Alen Ginsberg, Paul Goodman, Patti Smith, Wandervogel-Nachkommen …

… und findet ein Echo in Feminismus, De-Kolonialisierung, in der Unfähigkeit des Staatsfunks, das Wort Kapitalismus-Gegner auszusprechen: Globalisierungs-Kritiker klingt inkompetenter.

Bayrischer Rassismusdemokratie am fluss

Die sich selbst feiernden Krawatten-Fronten sind sich mit Orban einig, dass sie selbst was besseres wären:

Konservativ war die hierarchisch denkende Kirche

die in der Tradition ihres Königs von Gottes Gnaden ihre Privilegien verteidigte und im Faschismus als Schweige-Geld garantiert bekam.

Wird sie jetzt versuchen, sich neutral zu halten, wie viele Leute aus den Kirchen zeigen jetzt Rückgrat?

Reaktionäre Justiz der Ordnungszelle Bayern

Emil Julius Gumbel: Vier Jahre politischer Mord

Die Reste des Polizei-Staates wirken über die weisungs-gebundene Staatsanwaltschaft bis in die Gerichte:

Emil Julius Gumbel

Nach dem Abitur 1910 am Wilhelmsgymnasium München[4] studierte Gumbel in München Nationalökonomie und promovierte am 28. Juli 1914 zum Dr. oec. publ. mit der Arbeit Über die Interpolation des Bevölkerungszustandes. Wenige Tage später meldete er sich als Kriegsfreiwilliger, doch die reale Erfahrung des Krieges machte ihn bald zum Pazifisten. Unter einem Vorwand ließ sich Gumbel im Frühjahr 1915 vom Kriegsdienst freistellen. Im Herbst 1915 trat er dem pazifistischen Bund Neues Vaterland bei, der sich 1922 in Deutsche Liga für Menschenrechte umbenannte. Bis zum Kriegsende arbeitete er bei der Flugzeugmeisterei am Flugplatz Johannisthal, danach, unterstützt durch Georg Graf von Arco vom Bund Neues Vaterland, bei Telefunken. Nebenbei betätigte er sich politisch. Er war 1917 der USPD beigetreten, mit deren (nach einer ersten Abspaltung des linken Flügels im Jahr 1920) verbliebener Mehrheit er 1922 in die SPD wechselte.[5] Vor allem aber betätigte er sich parteipolitisch relativ unabhängig als Pazifist auch auf internationaler Ebene.

Zu seinem großen Thema wurden die zahlreichen politischen Morde in den Wirren der Nachkriegszeit seit der Novemberrevolution.

Vier Jahre politischer Mord ist nun auch im Netz zu lesen


Gegenbewegungen

Zum Thema Menschenrechte

hatten im Dezember noch etliche Gruppen in München im NS-Doku-Zentrum die Eröffnung vieler dezentraler Veranstaltungen begonnen: Von amnesty international bis zum Netzwerk Gemeinsinn und zu Queerelations

Dazwischen entstand ein bayrisches Netz von Helferkreisen und Initiativen, wie gemeinsam-fuer-menschenrechte-und-demokratie.de, und Kademos, und

mut-bayern

will eine neue Partei aufbauen, vielleicht in Zusammenarbeit mit der bundesweiten Demokratie in Bewegung DiB


Zur Rätezeit vor 100 Jahren,

dem Kriegsende und dem Ende von militaristischer Adels-Herrschaft und zur Rolle der SPD aktuell informiert:

Simon Schaupp: Der kurze Frühling der Räterepublik
Ein Tagebuch der bayerischen Revolution
ISBN 978-3-89771-248-5 frisch ausgeliefert,  304 Seiten, hochwertige Klappenbroschur, knapp 20.-

Vor hundert Jahren gelang einem behäbigen Völkchen am Rande der Alpen eine der wenigen erfolgreichen Revolutionen Deutschlands. Das Tagebuch der Bayerischen Räterepublik rekonstruiert das Geschehen anhand der Erlebnisse dreier revolutionärer Persönlichkeiten: Dem Anarchisten Erich Mühsam (Revolutionärer Arbeiterrat), der Kommunistin Hilde Kramer (KPD) und dem radikalen Sozialisten Ernst Toller (USPD).

Das Buch hebt sich in mehrerlei Hinsicht von der bisher zur Bayerischen Räterepublik erschienenen Literatur ab. Konzipiert als politische Dreierbiographie liefert es einen persönlichen Einblick in die Hoffnungen, Strategien und Fehlschläge der bayerischen Revolution. So gelingt es, den aktuellen Stand der Forschung mit einer packenden Erzählung zu vereinen. Systematisch räumt das Buch mit dem weit verbreiteten Mythos auf, es habe sich bei der Räterepublik hauptsächlich um die Phantasie einer Handvoll Literaten gehandelt.

Dagegen wird das massenhafte Engagement der bayerischen Bevölkerung ins Zentrum gerückt. Gleichzeitig wird der bereits in der gängigen Bezeichnung »Münchner Räterepublik« implizierten Behauptung, die Revolution sei nur auf die Landeshauptstadt beschränkt gewesen, eine Darstellung der Räterepublik im bayerischen ›Hinterland‹ entgegengestellt.

Einen Fehler hab ich allerdings gefunden, lieber Simon: Die erste Versammlung der Arbeiter- Bauern- und Soldatenräte war im Mathäser, wo riesige Bierhallen zwischen Theresienwiese, Hauptbahnhof und dem damaligen Landtag in der Prannerstraße standen. Mehr dazu auf raete-muenchen.de und raeterepublik@diasp.eu


Flegeleien im Bayrischen Landtag zu Petitionen

 

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Die Macht der Leisen und Schüchternen

Eine der wichtigsten Erkenntnisse der längeren Arbeit mit dem Theater der Unterdrückten ist die wachsende Erkenntnis, nicht mehr Opfer zu sein, wenn die Ohnmacht der Täter, aus ihrer Rolle zu kommen, spürbar wird. Forumtheater geht weiter bis zum Legislativen Theater … und ebenfalls in die Politik.

Das Theater der Unterdrückten von Augusto Boal geht wie die Pädagogik der Unterdrückten von Paulo Freire davon aus, dass die Unterdrückten mehr freie Möglichkeiten haben, als die Besitzenden, Raffenden, scheinbar Mächtigen, die ständig Angst haben müssen, ihre Privilegien zu verlieren. Hat sich das in den letzten 30 Jahren wirklich so weit verändert, dass sie sich so sicher fühlen können, dass alle Sklaven immer weiter arbeiten? Brauchen sie deswegen so große Heere und Polizei-Apparate und Ausrüstungen?

auch im Wiki gestaltleben.wikispaces.com/intro-vertiert

Unten folgt ein spannender Artikel, der auf ein Manifest in english hinweist:

Shy radicals

Zusammengetragene Kommuniqués, verdeckte Interviews, mündliche und unterirdische Geschichte der introvertierten Kämpfe (Introfada), hier unten erstmals eine ausführliche

Dokumentation der politischen Forderungen schüchterner Menschen.


Die Sklaverei der Lauten

Politik scheint in unseren Ländern die Sache der Fittesten, der Mächtigsten, der Gröbsten zu sein. Macker.

Für eine Zeit nach den Mackern brauchen wir eine Struktur der aufmerksamen Menschen, die auch Leise achten.

Sklaverei ist eine Traumatisierung

Wir leben seit Jahrtausenden unter den Regenten der Macht.

Adel durfte, zusammen mit Priestern und Bischöfen, unsere Alt-Vorderen ausnehmen, knechten und zinsen,

die Kirchen haben mit der Hexenverbrennung auch die Güter von denen eingezogen, die von jemand mit Verdacht belegt wurden.

In der Folter wurden sie für den größten klerikalen Unsinn geständig, irre und für die Hinrichtung vorbereitet. Auch unsere Geschichte.

Kolonialismus und ausgelagerte Sklaverei

Es geht auf allen Ebenen weiter, auf Kosten der afrikanischen Länder den Handel und die Korruption aufrecht zu erhalten.

Von europäischen Hähnchen-Teilen, Milchpulver und Tomatenmark wird keine regionale Wirtschaft angeregt, sondern lokaler Markt zerstört.

So produzieren unsere TTIP / CETA / EU- Banker und Händler die Armut, die neben den Klimakatastrophen die Flucht-Gründe zementiert.

Die Macht der Leisen?

Woher sollte sie kommen? Aus den Gebeten, wenn nicht aus den Flüchen?

Aus eine neuen Verbundenheit derer, die sich selbst und gegenseitig erkennen?

Aus der Aufmerksamkeit von Frauen und Männern auf Kinder, Verspielte, Langsame, Leise, Schüchterne, Depressive, … ?

Wie sie gemeinsam zu gegenseitiger Stärkung kommen?

Die neuen Medien können ein Segen sein, wenn sie richtig genutzt werden.

Aus der tiefsten Depression kann statt Selbstmitleid ein Verständnis für andere werden, in kleiner Aufmerksamkeit.

Die Geflechte tragfähig machen: Facebook und Twitter sind Konzerne, Diaspora und Friendica sind Open Source Netzwerke.www.humanconnection.org

wikipedia.org/wiki/Friendica

wikipedia.org/wiki/Diaspora_%28Software%29


Je leiser du wirst, desto mehr kannst du hören – Lao Tzu

Shy radicals

Zusammengetragene Kommuniqués, verdeckte Interviews, mündliche und unterirdische Geschichte der introvertierten Kämpfe (Introfada), hier erstmals eine ausführliche

Dokumentation der politischen Forderungen schüchterner Menschen.

Radikalisiert gegen die imperiale Vorherrschaft des globalisierten PR-Projektionismus, extrovertierte Ausgeglichenheit und Lautheit, sind die Shy-Radikalen und ihr Guerilla-Flügel, die Shy Underground, eine Avantgarde-Bewegung, die konsensfreie extrovertierte Politik und Selbstbehauptungskultur des 21. Jahrhunderts transzendieren will.

Die Bewegung zielt darauf ab, ein unabhängiges Heimatland zu schaffen – Aspergistan, ein utopischer Staat für introvertierte Menschen, der nach dem Gesetz der Shyrias geführt wird und von pan-shyistischer Ideologie unterstützt wird und die Rechte der unterdrückten, stillen und schüchternen Menschen schützt.

Shy Radicals sind die Black Panther Party der introvertierten Klasse, und dieses anti-systemische Manifest ist eine leise und nachdenkliche Polemik, eine Satire, die mit antikolonialer Theorie eine Kritik der dominanten Kultur und der zunehmenden Flut von Islamophobie aufbaut.

Shy Radicals Autor Hamja Ahsan ist eine in London lebende Künstlerin, Kuratorin und Aktivistin. Er ist der Organisator der Free Talha Ahsan Kampagne.

Hamja Ahsan ist eine Aktivistin, Autorin, Kuratorin und Künstlerin. Er ist ein Aktivist für Gefangene, Menschenrechte und bürgerliche Freiheiten im Krieg gegen den Terror und wurde für die Liberty Human Rights Awards für die Free Talha Ahsan Kampagne nominiert.

Er hat Kunstprojekte in der Tate Modern, der Gwangju Biennale, dem Shaanakht Festival Pakistan und der Shlipa Academy, Bangladesch, präsentiert.
Er war Mitbegründer des DIY Cultures Festival im Jahr 2013.

Common Objectives ist eine Reihe von Projekten von Künstler / Schriftsteller-Kollektiven oder individuellen Kunstpraktiken, die sich mit aufkommenden politischen Kämpfen auseinandersetzen, die Idee der Kultur als Spielwiese für die Elite ablehnen, sich in der potenten Mischung aus freiem Diskurs, Solidarität und der Produktion neuer Wünsche engagieren und bereit, alte Welten aufzubrechen, entweder im virtuellen Raum der Kommunikation und der Netzwerke oder in der konkreten Welt des Handelns, des Diskurses und der Distribution.
Common Objectives wird von Book Works im Rahmen einer offenen Einreichung beauftragt und von Nina Power herausgegeben. bookworks.org.uk/node/1917

opendemocracy.net/hsiao-hung-pai/shy-radicals


Er / Sie … ja.www.humanconnection.org
Twitter: **Hamja Ahsan** @**HamjaAhsan**
NEW ARTICLE: The longest, most in-depth article on Shy radicals | openDemocracy please share widely and post any positive comments on it (before the trolls get there) MY LIFE STORY


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Der Mord auf der Wiesn, eine Farce

Der Alp?Traum eines Theaterpädagogen, in einem nachgespielten Valentin-Sketch mitspielen zu müssen, und alle anderen im Seniorentheater kennen das Stück …

Gespielt wird in einem Tableau, das wie in einem nachgebauten Valentin-Musäum in die 70er Jahre im Stadtmuseum mit Olympiade und Stadtmodernisierung hineinragt.

Die spielenden Figuren, wie ein alter Valentin-Darsteller, der ermordet werden soll, von seiner Lisl Karlstadt-Darstellerin, massiv überschminkt, noch ein paar Bedienungen, die auch nebenbei die Gäste im Tableau bedienen,

ich hab in meinem Westentascherl Cocktails mit Obst, die ich nach einer alten Regie bringen soll, mit Stichwörten eines Ablaufs, den die Alten allmählich erinnern, und meine Rolle ist immer mittendrin, leitend, aber nicht entscheidend.

Ich ersetze einen Darsteller, eine Darstellerin?

Elemente der „Räuber von Menzing“, deren Entstehen ich neulich im Hochschul-Seminar erzählt habe.

Seniorentheater alte Seiten archivieren: Die entwickelten Szenen,

Das Flüchtlings-Stück im Wald,

Projekt-Übersicht Fotos / Gruppen Obermenzing / Perlach / Aufführung Schwabing / Film

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politische Supervision in der Migrationsarbeit

Mit der schnell gewachsenen Aufgabenstellung haben viele Auftragnehmende die Einrichtungen und Stellen massiv ausgeweitet, ohne genügend auf die Pflege der Mitarbeitenden zu achten.

Supervision ist in vielen Einrichtungen eher als Luxus oder als Fallbesprechung, manchmal gar als Qualitätskontrolle angesehen, statt die Übereinstimmung der Person mit den Anforderungen und Aufgaben, die Gesundheit und Zufriedenheit in diskreter Form nachzufragen.

Politische Supervision, wie sie Prof. DDr. Rolf Schwendter vor Jahren an der Hochschule Kassel entwickelt wurde, fragt auch nach dem Verständnis des politischen Umfeldes, und gerade in der furios gesteuerten Zuwanderung der Geflüchteten und der weitgehend rechtsbrüchige Umgang mit Asylrecht und Duldungs-Versionen macht die Mitarbeitenden zu Komplizen einer ethisch fragwürdigen Machenschaft, während der Populismus von außen wirkt.

Der Austausch in den Supervisions-Kreisen ist bisher dürftig, eine Intervisions-Gruppe auch für therapeutisch Arbeitende ist in München in Gründung.

Der Austausch zur Menschenrechts-Orientierung in der sozialen und therapeutischen Arbeit kann auch im zbb eV im nordsuedforum München angesiedelt werden.Teufelswerk

Eine wichtige Struktur im Hintergrund der Arbeit sollte die Orientierung an der Selbstorganisation der Migranten sein, die uns als Akteure und Mitarbeitende enorm entlasten kann.

Geflüchtete & digitale Selbstorganisation: 11 Handlungsempfehlungen aus dem Kongress Zivilgesellschaft 4.0

Forumtheater kann als Einstieg in die schnelle Aufstellung und gemeinsame Bearbeitung der Aktionsfelder und Akteure dienen.

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Masuren – Märchenland?

masurenEs war eher seltsam, als ich dort hin kam: Das clandestine (heimliche) Treffen der Friedensbewegten der DDR und der BRD 1988, steht auch so in manchen STASI-Akten, die von den verschwiegenen Treffen der  vorigen Jahre in Ungarn fortgeführt wurden:

Ungarn 1985 -1987

Ein Zeltplatz unterhalb der alten Benediktinerabtei Pannonhalma war unsere kleine besondere Heimat geworden, und wir bemerkten zwar so manche seltsamen Interessierten, aber wir waren ja gut drauf:BSTU - Stasi-Akte Inspirator

Friedensbewegung im Osten, wer traf sich da und wie, ökologische Ansätze und später Perestroika, die Pleisse in Leipzig als enorm belasteter Abwasser-Fluss mit kirchlichen Aktionen und Meditationen, die westlichen Aktionen von der Menschenkette in Ulm zur Garnison bis zur Blockade-Aktion mit Bezugsgruppen und Promis in Mutlangen, grüne Bewegungs-Politik und Umwelt-Bibliothek in Ostberlin und Friedenskreis in Pankow …

Wir tauschten Mark Ost / West 1:1 zu Forinth – für uns Wessis ein billiger Urlaub, für die Ostler eine günstige Möglichkeit, zwei Wochen Austausch und Fortbildung gemeinsam zu gestalten.

Das Gefährliche war die vermeintlich gleiche Sprache mit den verschiedenen Bedeutungen, die wir erst durch Nachfragen und Unverständnisse entschlüsseln und erlernen konnten,

wir Westler mit unseren Ansprüchen aus den neuen Methoden der Bildungsarbeit in der fortschrittlichen Friedenarbeit, Gewaltfreie Aktion,  Forumtheater, Gestalt-Kommunikation, Zukunftswerkstätten, während unsere Alt-Strukturen immer auf Ostermarsch, Demo und Massen-Mobilisierungen setzten.Fritz Letsch theaterpädagogik, friedenarbeit

Da in diesen Kreisen auch viele alte DKPler waren, hatten wir dort unsere neuen Erfahrungen genau so zu verschweigen, wie die FreundInnen im Osten zur Struktur der Kirche oder staatlichen Stellen, die zur STASI berichteten …

Entsprechend wenig Aufzeichnungen haben wir, außer den STASI-Unterlagen, die bisher nur einen kleinen Teil der Projekten freilegten: Meine bisher bekannte Akte beginnt erst in Greifswald, ist auf home.arcor.de/letsch/ibu.htm dokumentiert.

Etwas erschrocken war ich, als ich die russische Übersetzung realisierte: Dass der KGB von unseren netten Urlauben wusste …

Greifswald

Aus einer der Theaterwerkstätten mit dem sehr gefragten Forumtheater aus dem Theater der Unterdrückten von Augusto Boal gab es meine erste richtige Akte, aus anderen Projekten wie Zukunftswerkstätten mit vielen Akteuren, späteren Mitwirkenden der letzten DDR-Regierung, muss ich erst allmählich Erinnerungen reaktivieren …

Masuren 1988

Im Vorfeld gab es ein paar Veränderungen in West, ein paar Missverständnisse in der etwas verschlüsselten Kommunikation,und das Problem, dass die Ost-Teilnehmenden im Sommer 1988 kein Visum für Ungarn mehr bekommen konnten, da dort die Grenzen nicht mehr dicht waren.

Als ich ankam, war der Großteil der Ost-Teilnehmenden schon abgereist, weil kaum West-Freunde gekommen und zu erwarten waren, die Visa waren nicht so leicht zu haben.

zum Bauer Gollan am kleinen See

brachten mich spät Nacht, als ich in Olstyn / Allenstein endlich angekommen war, ein paar junge Leute im Kleinwagen, die auch sofort wussten, wo hin ich wollte, und deutsch sprachen: Auch sie wollten Feierabend machen, der letzte Gast …

Rüdiger und Linn

hatten noch eine Woche mehr Zeit, erzählten und wir lernten uns kennen, auf Grundlage der Erzählung der anderen, die schon weg waren, und die Besuch in Olstyn bei Solidarnosc und auf dem Markt, eine Nacht im Hotel und allerlei gegenseitiges „Leben-erzählen“ gab uns eine wunderbare Grundlage.

Potsdam, Brandenburg

rüdigerhatte auf dieser und einer früheren Basis einige Aufträge für mich: Die Studierenden der Fürsorge, im Westen Sozialpädagogik, und die der Gemeindepädagogik in studentischer Mitwirkung / Selbstorganisation waren für mich eine Erleuchtung: Auf der Grundlage der Pädagogik von Paulo Freire gab es kirchliche Hochschulen, vor allem für Bausoldaten und Pfarrerstöchter, die staatlich nicht studieren durften, hier nun selbst organisiert!

Bildungswerkstatt Brandenburg, heute Böll Brandenburg

Nach der Wende ging es schnell: Währungsunion, Vereinsgründung, Ausbildung von Mitarbeitenden, ABM mit 120%, Finanzierung durch die Staatskanzlei, die Brandung e.V., wie der Verein der Gruppierungen für grün-nahe politische Bildung, die wir im Land einsammelten, zwischenzeitlich hieß, daneben ein Institut für politische Pädagogik …

Die Stasi-Auflösung in Potsdam, Geschichtswerkstätten, Zukunftswerkstätten, Mittwochs-Salon, Lehrerfortbildungen, befreiende Pädagogik

nach DEINEM Kommentar schreib ich weiter …,

denn alle anderen, die dabei waren, dürfen gern ihre Sicht dazu stellen …
und wer die Zeit in eigener Weise erlebt hat, natürlich auch!

Nun nennt sich die Heinrich-Böll-Stiftung selbst Zukunftswerkstatt und verdrängt damit, wie diverse Gremien der SPD, die ebenfalls ihre Vortragsreihen so nennen, dass Robert Jungk damit eine wichtige Beteiligungs-Methode entwickelt und mit etlichen KollegInnen überarbeitet und propagiert hatte: Demokratische Zusammenarbeit ist in Bewegungen und außerhalb von Partei-Hierarchien und staatlich finanzierten Bildungswerken anscheinend innovativer.

 

 

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Theater Macht Politik

theatermachtpolitik.jpgManche Bücher entstehen überraschend, manche Beiträge sind plötzlich da, manche sträuben sich …

Theater macht Politik

war zuerst ein Werkbuch für die Jugendarbeit, das sich im Institut des Bayrischen Jugendring in Gauting so gut verkaufte, dass eine Neuauflage fällig war:

Die AG SPAK hatte auch schon früher das Forumtheater gefördert, wie die Befreiende Pädagogik, der Verlag hat das Buch herausgebracht.

Viele KollegInnen hatten ihre Erfahrungen beigetragen, die Simone Odierna gesammelt und redigiert hat. 19 Euro …

Das Ketzerbrevier war auf eine seltsame Konstellation entstanden: Der CSD in Altötting war eine Herausforderung für die kleine Stadt, für den alten Bischof und die brave schweigende Provinz, die nur in den eingeweihten Kreisen tuschelt, auch wenn sie in einzelnen Bereichen durchaus menschlich und progressiv ist.letsch_altoetting_m

Ketzerbrevier eines Altöttinger Ministranten

bis 15.12.15 auch im ketzerbrevier.blog.de

… denn Sie wissen nicht, was Liebe ist …

Mein Ärger mit der Kirche – Bewusstseinsbildung statt blindem Glauben!
Das Büchlein ist für 13 euronen bei AG SPAK BÜCHER oder im Buchhandel zu bestellen: ISBN 3-930 830-48-5

Die Blogbeiträge bleiben in Befreiungsbewegung.eineweltnetz.org

Bewegungsmuster

Wellen, die sich in Steinen brechen

die frage der bewegungen in bürgerlichem umfeld
die gischt, der sand, die kleinen steine, die sich neu formieren
wie das wasser grade hereinbricht.

wenn wir, aus grüner bewegung kommend,
heute, kritisch genug, in Gestapo-Akten schauen,
sehen wir verwundert – auch – modernisierungskollegInnen.

natürlich zuerst die kriegsgewinnler, lumpige schnellaufsteiger,
dann auch gläubige von blut und rasse, bodenständig.
katholizismus und manches aufgeklärt und protestantische wehrt sich,
verbohrte bibelforscher treffen kommunistische agitatoren im KZ.

geschäftemacher riechen ihre chance,
alten adel und besitzer zu beseitigen,
die kleine denunziation reicht manchmal aus,
manchmal braucht es terror und übergriffe,
mordangriffe per seilschaften in der partei.

Und es ergreifen frauen ihre chance,
saufende und schlagende, asoziale,
und übergriffige männer loszuwerden,
und auch ihre neue rolle in der partei zu nutzen.

junge männer revoltieren gegen ihre dominanten väter,
zeigen plötzlich den alten, dass die neue zeit
ihre alten massstäbe nicht mehr so ernst nimmt wie sie.

in dieser neuen zeit revoltierte mein vater, als hitlerjunge,
gegen seinen prügelnden hitlerkritischen zimmerermeistervater,
bis er an der ostfront, 24-jährig, ein bein verlor,
und etwas später den älteren bruder an der westfront.

der jüngste bruder der mütterlichen grossbauernfamilie
war auch vom hakenkreuz gegen den hitlerkritischen vater
(der auch dorfbürgermeister war) begeistert und starb dafür.

schweigend hingen die beiden gefallenen brüder der eltern
in silbernen rahmen mit schwarzem rand im neu gebauten haus
in unserem neuen kinderzimmer im jahre 1958
als einziger schmuck über den betten der beiden söhne.

heute erscheint mir die damalige angst wie eine gruft,
die 50er und 60er jahre wie eine verlängerung des schweigens
der 40er jahre unserer eltern, die nun keine jugend mehr hatten
vor lauter ängstlichem schweigen zu unseren kinderfragen.

das verstehst du nicht, war die übliche floskel,
und als ich heute die liste der wichtigsten nazis von altötting
und die namen der verantwortlichen der letzten erschiessungen
im mai 1945 in händen hatte, mitsamt den kriegsgewinnlern,
schloss sich eine wunde des damaligen ausgeschlossen-seins:

das verstehst du nicht. nun verstehe ich.
der enkel des damaligen nazi-bürgermeisters und nsdap-ortsvorstands
war mein erster intimer freund, hatte ähnlich schlechte beurteilungen
wie sein grossvater von gegnerischer seite. a lazy good for nothing,
dafür liebte ich ihn.

es ging mir nie um rache, sie waren doch nur kleinliche butter-gewinnler,
wie die milchgeschäftsbesitzerin, die sich so bigott in der kirche inszenierte,
dass wir als kinder kicherten, heute sind sie wieder angesehen in der stadt …

wie der photograph, der damals von haus zu haus wusste,
wo ein hitlerbild hing, sonst könnte ja was passieren,
sein sohn war in der adolf-hitler-schule in simbach.
(nein, kein mensch weiß heute, dass es die gab …)

tabus der kleinstadt, die aufschrecken, weil die alten noch plaudern könnten,
vielleicht leichter sterben würden, mit weniger angst vor dem ausplaudern,
die sie in den bitteren zeiten gelernt hatten, als reden nach dachau brachte.

wir aber, nachgeborene und tabugelernte, können erinnern lernen,
denken und geschichte befreien, damit sie nicht über unsere kinder kommt.

warum unsere mutter auch in den 60er Jahren noch nicht bei Schuh-John kaufte,
dem netten herrn, der auch uns kinder freundlich grüsste,
sondern bei allerlei anderen bekannten, die nicht jüdisch waren,
(wie kam ein jüdischer schuhhändler damals in unsere stadt – zurück?)

was war die Geschichte von dem jüdischen bethaus in der katholischen stadt,
von dem auch die kirchen bis heute schweigen können?
und hatten sie auch einen friedhof? wo? wieviele? verschwunden.
verschwiegen. bis gestern und heute.

Weiss Ferdl’s name für die schule ist nett, seine geschichte mit den nazis
zuletzt im platzl in münchen war es wohl nicht: volkssänger und SS-publikum.
wer sang damals in altötting und für wen?

nur der ortsbauernführer und jener stadtbekannte hetzer gegen den klerus,
dem für seine beleidigungen schauspielerische fähigkeiten bescheinigt wurden?
der arbeitsamtsleiter und die polizeifuzzis, die gegen den einzigen kommunisten
am ort waffen und munitition und benzin bereithielten? der landrat?

graue vorzeit für die kinder, denen die lehrer nun ausgewogen die ferne zeit,
die wir noch mit alten lehrerInnen jahrelang nacherleben konnten,
wieder näherzubringen versuchen werden. ohne ortsgeschichte.

die würde nur alte wunden aufreissen. vielleicht auch manche schliessen.
meine konnte ich zum glück nun in der ferne pflegen. dank mancher juden.

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Zukunftswerkstatt in der Postdemokratie: Bewegungen und ihre Kräfte

Als Robert Jungk in den 60er Jahren die Ideen des Arbeiterpriesters Danilo Dolci zu neuer Dimension demokratischer Mitwirkung erweiterte, war die Hoffnung in politische Beteiligung noch groß, die Struktur der alten Herren aber noch mächtig.

Die alten Herren waren aber schon wieder an der Aufrüstung, Westdeutschland sollte mit einer Bundeswehr ausgerüstet und als Bollwerk gegen die Sowjetunion geführt werden.

Dafür belog Adenauer das Parlament zwei mal, hatte längst Gespräche zur Wiederbewaffnung geführt, und die Geheimdienste, Konzerne und Funktionäre des 3. Reiches hatten sich mit amerikanischer Hilfe wieder etabliert.

Trotz alledem hoffte Jungk auf die Friedensbewegung, Demonstrationen, Versöhnung, und in der Zeit Willi Brandts war noch einmal Hoffnung, die mit der Nachrüstung und einer langen korrupten Zeit unter Kohl bis Merkel zu gnadenlosem Neoliberalismus und ewigem Waffenhandel einschließlich SPD und Gewerkschaften alles zu Geld macht.

Nun haben wir wieder viele Bewegungen auch junger Leute, die einen anderen Lebensstil als den Untergang im Rohstoffkrieg suchen, doch ist die Frage der persönlichen Lernstile und der politischen Wirkung nicht immer hoffnungsvoll: 

o’pflanzt is: ein wunderbarer Ausgleich, ein schönes Lernfeld, auch für neues soziales Verhalten in der vereinzelnden Stadt, befremdlich für die Geflüchteten, die eine berufliche Zukunft suchen.

Demokratische Mitwirkung in den Parteien wurde zur deformierenden Ochsentour, die nur noch für Karriere-Planende erstrebenswert ist, denn Lobby-Verbände bis hin zur Atlantik-Brücke haben die NATO-Politik und die Medien, die Gesetzesentwicklungen und die Mehrheiten fest im Griff: Der Rest ist abgehängt, es wird keine Veränderungsmehrheit mehr geben können.

Faschismus kann so freundlich sein: Uns geht’s gut, der Rassismus und die „politische Korrektheit“ sind der normale Untergrund, der die Gemeinden spaltet, in Menschen und Unmenschen. Letztere nennen erstere nun wieder Gutmenschen, wie im Stürmer damals.

Wie kann eine Zukunftswerkstatt qualifiziert damit umgehen, ohne in Illusionen zu geraten?

In der ersten Phase, der Kritik oder Analyse, brauchen wir schon den Blick auf die Machtverhältnisse, denn die Ausgangslage muss auch für unsere politische Wirksamkeit genau beschrieben werden.

Belastend sind dabei die Menschen mit Katastrophen-Szenarien, in denen sich manche selbst und ihren kleinen Kreis retten wollen, weil sie sich dabei zu sehr von den gemeinsamen Lösungen abgrenzen.

Die Utopie-Phase lässt sich auch durch eine Mätopie-Phase ersetzen, wenn die Kräfte und Stimmungen entsprechend sind: Es könnte für manche Gruppen-Konstellationen leichter sein, durch die gemeinsamen Ängste und Befürchtungen zu gehen, statt die Enttäuschungen nach zu großen Hoffnungen als Illusionen zu verkraften.

Wichtig bleibt, den Austausch intensiv und persönlich auch zu den gemeinsamen nächsten Schritten zu begleiten: 

Wo fange ich demnächst an, wie verabrede ich die gemeinsamen Schritte, wie behalte ich die Konzentration in den ganzen Angeboten und Nachrichten?

Wie sehen meine wichtigsten Kreise und Partner die Situation, wie können wir den Austausch zur regelmäßigen Reflexion gestalten?

Drei Termine in der nächsten Zeit in München, bzw. auf Radio Lora München 92,4

  9.9. Gegensprechanlage mit Dr. Ruth Sander zur politischen Aufstellung

11.9. Paulo Freire heute: Oscar Jara berichtet aus südamerikanischer Praxis

12.9. Aus eigenen Erfahrungen gemeinsam lernen: Workshop Systematization ist leider abgesagt, ist aber als Methode für Gruppen verfügbar

In Vorfreude auf unser Treffen in der Lausitz, das 30. Zukunftswerkstatt-ModeratorInnentreffen im nächsten Frühsommer dort vorzubereiten … Bewegungen …

 





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Aus den eigenen Erfahrungen lernen: Systematisierungs-Praxis der Pädagogik der Befreiung

Aktuelles zur „Pädagogik der Befreiung / Pädagogik der Autonomie“ von Paulo Freire – im Gespräch  nosfo-bunt hände zum ball
mit Oscar Jara vom Erwachsenenbildungs-Verband Costa Rica

Fr 11.9. um 19.30 im EineWeltHaus München
Spanisch mit deutscher Übersetzung, Eintritt frei.

Paulo Freire hat als brasilianischer Pädagoge wichtige Impulse für eine Pädagogik gegeben, die sich einbringt für eine gerechtere und solidarische Welt.

Die heute bei uns vorherrschende Pädagogik gibt für die drängenden Herausforderungen unserer Zeit keine wirklichen Anregungen.

Die bewußtseinsbildende Pädagogik Paulo Freires hilft mit, Menschen zu befähigen, die Welt kritisch zu verstehen und motiviert, aktiv zu werden, um sie zu verändern.

Der Referent, Oscar Jara (Peru-Costa Rica) hat bei vielen Gelegenheiten mit Paulo Freire gearbeitet. Seit einigen Jahren ist es Koordinator des Consejo de Educación Popular de America Latina y el Caribe (CEAAL). Er stellt Kernpunkte der Pädagogik Freires vor und berichtet über die heutige Relevanz der befreienden Pädagogik – wovon z.B. das Globale Lernen viel übernehmen kann.

Veranstalter: Nord Süd Forum München e.V. in Kooperation mit der Paulo Freire Gesellschaft e.V. Berlin, Paulo Freire Gruppe München im ZBB e.V.

Imprimir tuer PFGSa 12.9. von 11-17h im EineWeltHaus München in englisch:
SYSTEMATISIERUNG VON ERFAHRUNGEN –
VON DER EIGENEN PRAXIS ZU LERNEN

Immer stärker wird der Wunsch, Anregungen zu bekommen, um von den eigenen Erfahrungen zu lernen, damit diese dazu beitragen, die Arbeit in der Gruppe oder Verein hier oder mit Projektpartnern im globalen Süden besser verstanden und verbessert werden kann.

Bisher sind als Techniken bekannt und üblich: Das Aufstellen von Projektzielen, Festlegung von Indikatoren und Wirkungskontrolle, und natürlich die Evaluierung. Diese haben mit folgenden Fragestellungen zu tun: Wurden die Ziele eines Projektes erreicht, und das, um die Gewährung eines Zuschusses zu rechtfertigen.

Oft wird dDSC00219ieses als Kontrollmechanismus eingesetzt, von „oben und außen“ gemacht und bereitet Bauchschmerzen, ob das alles auch gut ausgeht – im Sinne der Evaluierer und Wirkungskontrolleure.

ADLER Vattenfall

ADLER AF Aktion zu Vattenfall: Die Trash-Queen zeigt uns Wirtschafts-Trash

Die Methode der Systematisierung, in Südamerika im Bereich der Basisarbeit entstanden, lässt selbstkritische Reflexionen in einem Klima des gegenseitigen Vertrauens zu.

Sie schaut die eigene Praxis und das dabei erworbene Wissen an. Dieses dient oftmals viel mehr für die theoretische wie praktische Weiterentwicklung der Gruppe oder des unterstützten Projekts.

Der Referent, Oscar Jara H. (Peru-Costa Rica) ist einer der maßgeblichen Wegbereiter der Methode der Systematisierung und Autor zahlreicher Publikationen dazu. Er ist aktiv u.a. beim Rat für Erwachsenenbildung Lateinamerikas, beim Programm Demokratie und Globale Transformation (Peru), beim Zentrum für Studien und Publikationen, ALFORJA (Costa Rica)

Systematization of Experiences – Learning from our own practice Sa 12.09. 11– 17h EineWeltHaus München with Oscar Jara (Costa Rica) Saturday, 12.09.2015, 11:00 – 17:00 h

EineWeltHaus München, Schwanthalerstr. 80 (U4/5 Theresienwiese)Freire-banner

Increasingly, more and more there is an interest in get methodological suggestions on how to learn from our own experiences, not to repeat mistakes and share lessons learned with other persons, so this can contribute to improve and project the work of a group or association here or with project partners in the Global South. This seminar is about this.

To date, is common the use of technics: Putting up project objectives, establishment of indicators and impact monitoring, and course evaluation. These have to do with the following questions: the goals of a project have been achieved and that in order to justify the award of a grant. Often this is used as a control mechanism, made from „up” and from “outside“ and preparing abdominal pain, if all turn out well – in terms of evaluators and inspectors effect.

And the persons who had participate? What to they learn? How can they improve future actions, learning from experiences?

The method of systematization, originated in Latin America in popular education and grass-roots organisations, indicates how to promote self-critical reflections to be in a climate of mutual trust. It allows us to recover the process of our experiences (ideas, actions, emotions, situations.) and make a critical analysis and interpretation of what happened and, mainly on Why it happened this way, and What to do next. It means to look at one’s own practice and build the knowledge gained thereby.

We will analyse the theoretical principles, the methodological process, the possible techniques that we can use, and we will do interesting exercises that we could put on practice in our daily work, building knowledge for transformation processes in solidarity.

Trudi Schulze übersetzt Oscar Jara
Trudi Schulze übersetzt Oscar Jara

Oscar Jara has been working on this issue several years in Latin America and other Countries, and published a number of publications on this and similar issues.. He will share proposals and examples. It will be interesting and also fun to discover how much we can learn from what we do in our daily. Oscar is actually the president of the Latin American Council of Popular Education, works in the Center of Studies and Publications Alforja in Costa Rica and is linked with the program of Democracy and Global Transformation in Peru.

The seminar will be held in English. Please register for planning at info@nordsuedforum.de

Kostenbeitrag zu Saalmiete und Veranstaltung, Mittagessen und Assistenzen, gesponserte Plätze bei Bedarf, Spenden sind steuerabzugsfähig.

Veranstalter: Nord Süd Forum München e.V. in Kooperation mit der Paulo Freire Gesellschaft e.V. und dem Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.

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Systematization of EXPERIENCE – from their own practice LEARNING – Sa 12.9. 11-17h EineWeltHaus München

Carlos-Trudi20140518

Increasingly, the desire to get suggestions on how to learn from their own experiences, so that they contribute the, can work in a group or association here or with project partners in the Global South be better understood and improved.

To date, known and common as techniques: Putting up of project objectives, establishment of indicators and impact monitoring, and course evaluation. These have to do with the following questions: the goals of a project have been achieved and that in order to justify the award of a grant. „>Often this is used as a control mechanism, made from „up and out“ and preparing abdominal pain, if all well turn out well – in terms of evaluators and inspectors effect.
The method of systematization, originated in South America in the field of grass-roots, self-critical reflections to be in a climate of mutual trust. She looks at one’s own practice and the knowledge gained thereby. This is so often the idea much more for the theoretical and practical development of the Group or of the supported project. Heinz Schulze übersetzt Jhenny Munioz

The speaker, Oscar Jara H. (Peru-Costa Rica) is one of the principal pioneers of the method of systematization and author of numerous publications to. It is active, inter alia, the Council for Adult Education in Latin America, the program Democracy and Global Transformation (Peru), the Centre for Studies and Publications, ALFORJA (Costa Rica)

Organizer: North South Forum eV München eV in cooperation with the Paulo Freire society and the One World Network Bayern eV

Aktuelles zur „Pädagogik der Befreiung / Pädagogik der Autonomie“ von Paulo Freire – im Gespräch  nosfo-bunt mit Oscar Jara vom Erwachsenenbildungs-Verband Costa Rica Fr 11.9. um 19.30 im EineWeltHaus München

News for „pedagogy of liberation / Pedagogy of Autonomy“ by Paulo Freire – talking with Oscar Jara from the Adult Education Association of Costa Rica Fri 11.9. 19.30 EineWeltHaus Munich

Spanish with German translation, free admission.
Paulo Freire gave a Brazilian educator important impetus for a pedagogy that brings to building a just and solidary world.

hände zum ballThe currently prevailing in our education are no real suggestions for the pressing challenges of our time.

The awareness-raising pedagogy of Paulo Freire helps to enable people to understand the world critically and motivated to take action to change it.

The speaker, Oscar Jara (Peru-Costa Rica) has worked on many occasions with Paulo Freire. For several years, it is the coordinator of the Consejo de Educación Popular en America Latina y el Caribe (CEAAL). It provides key elements of pedagogy Freire and reports on the current relevance of liberating pedagogy – which, for example, Global Education can take a lot.

Organizer: North South Forum Munich eV Freire in cooperation with the Society Paulo Berlin, Paulo Freire Group in Munich ZBB eV

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Der mühsame Weg von der schulischen Fremdbestimmung zur Selbstorganisation der eigenen Interessen

huberhäuslzaun„Zum Glück geht’s dem Sommer entgegen“ schrieb Christiane Rochefort ach den 68’er Aufbrüchen in Frankreich:
In ihrem Buch beginnt eine Schulklasse, die gemeinsam beschliesst:
„Wenn sie zum dritten Mal heute sagt, wie Scheisse wir sind, stehen wir auf und gehen raus!“

Beim dritten Mal steht die Klasse geschlossen auf, verlässt, wie auf dem Weg zum Turnunterricht oder Klassenausflug in geordneter Form die Schule und findet sich prustend und Purzelbaum-schlagend auf einer Wiese:

„und wohin jetzt?“

„wir gehen einfach nach Süden, bis ans Meer. Zum Glück geht’s dem Sommer entgegen!“

In der Folge – von ratlosen Radiodurchsagen inspiriert – brechen ganz viele Schüler aus dem unsäglichen un-Terricht in den Schulen auf, ganz Frankreich gerät in Unruhe … wie damals im Mai 68 in Paris, als die Regierung floh (mehr im Hintergrund zu Lea Lublin)

Ihre Erlebnisse schildern die Stagnation der staatlichen Stellen und die Bereitschaft ganz vieler Menschen, die Kinder und Jugendlichen zu unterstützen.

Paris Mai 1968: Die Regierung war aus Paris geflohen, aber die Bevölkerung wusste es nicht …

fledermäuse in rot

Wir wundern uns über die Unfähigkeiten unserer Regierenden, wissen aber ohne Strom noch nicht einmal mehr, wo Süden ist … aber die Jugendlichen von funkenflug gehen los und trampen durchs Land, wie die Wandervögel vor hundert Jahren, um mit vielen Leuten ihre Gespräche zu führen: Wir brauchen andere Schulen, andere Hochschulen, sonst haben wir keine wirkliche Zukunft!

Durchs Land zu reisen, es zu erleben, viele Gastgebende zu finden, Unterkunft in jedem Ort, in dem sie ankommen, die Bereitschaft, von alten Lebensmitteln zu leben, das gibt ihnen die Freiheit, die nur die Gemeinschaft von gleichgesinnten geben kann: Mut für Neues.

Ein paar weitere Impressionen zu De-Growth und Witzenhausen stehen schon auf dem Nachkriegskinder.blog.de;

Nächstes folgt auf Zukunftswerkstatt.blog.de in der Verarbeitung der Impressionen auf Schloß Bröllin,

und im fritz-letsch.blog.de zur Weiterarbeit

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