Bayrische Netze der Selbstorganisation

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Selbsthilfe und Selbstorganisation werden allmählich bekannter, doch ist das Zusammenwirken der verschiedenen Strukturen noch zu wenig ausgeprägt. Wir lernen dazu, für unsere Zukunft.

Wir hatten schon demokratischere Zeiten

elfenwichtelzumindest fühlte es sich so an, als einzelne Themen durch neue Parteien in den Vordergrund gerückt wurden und die Ängste der Menschen in einigen Regierungsstuben angekommen sind.

Auch ein Landrat, der gegen die Atomfabrik arbeitet, ein Bürgermeister gegen eine 3. Startbahn, alles Hoffnungsträger, …

aber wenn sich die Aktionen als reine Show entpuppen, wie bei der Teilnahme der CSU München mit eigenem Wagen am CSD, der les-bi-schwul-trans-inter-Parade und einer engagierten Rede des 2. Bürgermeisters Josef Schmid, die dann aber alle einstimmig in der Partei für den Landtag gegen Adoption und gleiche Rechte für diese Betroffenen stimmen, dann wird es fraglich!jai Lybel

Es gibt keine Alternative!

predigte Margret Thatcher und die englische Abkürzung TINA wurde zum Symbol der Alternativlosigkeit, die uns auch Merkel ständig einreden wollte:

Wir sind die Alternative!

Wenn es keine Alternative zum Kapitalismus gäbe, müssten wir sie eben erfinden. Aber es gibt sie längst, und es ist nicht die dumme Dualität des Kalten Krieges, die Jahrzehnte lang einen autoritären Partei- und Staatssozialismus im Osten als Schreckbild aufblähte, sondern es ist das ganz normale Wirtschaften, wie es tausende von anständigen Betrieben und Firmen in unserem Land seit je her machen:

Kapitalismus ist abzocken

ApothekeDie Banken haben uns immer höhere Profite und Schnäppchen versprochen, und das Zocken der Börsen gilt als Staats-tragend, obwohl der Handel mit Lebensmittel und Rohstoffen unsere Gesellschaft genau so gefährdet wie die Rüstungsproduktion und Waffenhandel, die uns mit den Militaristen der NATO in die verrücktesten Kriege der Länder treiben.

Gemeinwohl-Ökonomie braucht keine Verlierer

Ganz normales Wirtschaften kennt gute Kunden-Beziehungen,

die Ausbeutung über Dumping-Preise wie bei den Lebensmittel-Großhändlern und die Schnäppchen-Unkultur der kolonialen „Arbeitsteilung“ zerstört durch das weltweite Konkurrieren die regionalen Märkte.

Die Gegenbewegungen zur unkontrollierten Globalisierung entstehen auf verschiedenen Ebenen: Ganz praktisch vor Ort, in der Qualität und im Vertrauen, aber auch in der politischen Aufklärung durch Gruppen wie attac, food- und lobby-control, transparency …

In den internationalen Bewegungen gibt es auch einen intensiven Austausch in Sozialforen, im Welt-Sozialforum zuletzt in Montreal.

Paulo Freire schreibt:

„Die neoliberale Ideologie gibt sich alle Mühe, uns deutlich zu machen, dass die Globalisierung etwas Natürliches oder Quasi-Natürliches sei, statt ein Produkt der Geschichte. (…)

Der ideologische Diskurs über die Globalisierung möchte die Tatsache verschleiern, dass sie den Reichtum einiger weniger festigt und die Armut und das Elend von Millionen von Menschen erklärt.“

(Paulo Freire: Pädagogik der Autonomie. Notwendiges Wissen für die Bildungspraxis. Münster 2008: Waxmann. S 116), danke an das www.paulofreirezentrum.at

Selbstorganisation lernenbairawies

Die Zusammenarbeiten auf verschiedenen Ebenen …

Selbsthilfe als Modell

In einer Gruppe austauschen, so manche Belasteten, Depressiven, Kranken und Pflegenden, auch Traumatisierten haben mir da schon abgewinkt, bis sie es dann wirklich erlebt haben: Auch depressiv Verstimmte sind nicht immer depressiv, auch alle anderen Krankheitsverläufe sind persönlich sehr verschieden, und es entlastet, von anderen zu hören, wie sie es geschafft haben oder wie sie sich Hilfe organisieren.

Bayernweit ausbreiten

Die guten Erfahrungen sollen nicht nur in den Großstadt-Zentren verfügbar bleiben: Sowohl die Ausbreitung in die Stadtteile als auch die Verbreitung in die Regionen, in Gemeinden und Städte steht an, denn die Ansätze gibt es überall, nur die Bekanntheit nicht.

Übergreifende Zusammenarbeiten

Bisher waren viele Verbände von Konfessionen und Parteien geprägt, entsprechend herrschte oft Konkurrenz zwischen vielen Projekten. Über die Helferkreise und die Geflüchteten werden neue Ebenen eröffnet:

Geflüchtete können sich selbst organisierenBairawies

Selbstorganisation in den Anliegen, in Sprachen, in ihren Herkunftsregionen zur Organisation des Wieder-Aufbau, direkt

Helferkreise als Katalysatoren dafür aus- und fortbilden, die Brücken für die Zukunft vorzubereiten, denn das wichtigste Mittel gegen religiösen Übergriff ist die Selbstorganisation der Bürger dort.

arbeitserzaehlungHelfer-Kreise und Geflüchtete, zu Kulturformen und zum Sprachverständnis … http://www.asylhelfer.bayern

Tag der Menschenrechte am 10.12.16 an verschiedenen Orten in München

Radio für Community am 14.12. um 21h

Ärger mit der GEZ und dem Staatsfunk kann am Anfang stehen, dann soll es aber in Modelle der Zusammenarbeiten gehen: Die Gemeinwohl-Ökonomie kann zurückblicken, das  Netzwerk Gemeinsinn kann zum Community-Organizing träumen, die Nachhaltigkeit als bayrisches Projekt und vielleicht tragen auch Radio-KollegInnen ihre Community-Ideen bei …

Der Ärger mit der GEZ

kann natürlich nur durch Organisieren mit anderen Betroffenen bearbeitet werden,

Bayrischer Bürgerpreis für Radio LORA 92,4 München und Radio Z Nürnberg

im Oktober im Landtag verliehen: Preise sind eine Anerkennung und eine Ermunterung, mit weiteren Konzeptionen die Basis zu verbreitern …

Community Radio

bairawiesIn etlichen Ländern ist das Bürger-Radio die Basis für Bildung und politische Bewegungen, in Bayern ist noch nicht daran zu denken, denn der Dudelfunk mit Gewinnspielen und reichlich Werbung scheint bisher die einzige Alternative zum Staatsfunk zu sein.

Andere Bundesländer haben Mediengesetze, die bürgerschaftliche Gruppen einbeziehen, Bayern denkt noch monarchisch von oben.

Noch …

doch treffen sich Mitte Januar bis 24. Februar 2017 Interessierte und die Mitwirkenden des plenum R wie Räte-Republiken zu einer Revolutionswerkstatt in der Sendlinger Kulturschmiede, Daiserstr. 22, wo noch bis 15. Dezember eine Ausstellung zu „Arisiert“ zu sehen ist.

Zusammen arbeiten

AKTIV STATT RECHTS

Gut argumentieren. Engagement organisieren.

Vortrag und Moderiertes Gespräch

am Mittwoch, 14. Dezember 2016, 18 Uhr bis 20 Uhr im Selbsthilfezentrum München (SHZ), Westendstr. 68
Welche Strategien verfolgen ausgrenzende, menschenfeindliche und rechtsextreme Aussagen?
Welches Gesellschaftsbild vermitteln sie? Wie kann gegen sie argumentiert werden?Diesen Fragen geht der einführende Vortrag eines Experten für Demokratische Bildung im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „WAS MÜNCHEN BEWEGT“ nach.

Im Anschluss berichten drei selbstorganisierte Initiativen aus München, wie ihr Engagement für eine humanere Stadtgesellschaft aussieht.

In der Diskussion werden Erfahrungen mit Ausgrenzung beleuchtet sowie Möglichkeiten vorgestellt, selbst aktiv zu werden.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig.

Wir würden uns freuen, wenn Sie interessierte Bürgerinnen und Bürger auf unsere Veranstaltungsreihe hinweisen würden.

Mit herzlichen Grüßen aus dem SHZ

Selbsthilfezentrum München
Westendstr. 68
80339 München
Tel.: 089/53 29 56 – 0
Fax: 089/53 29 56 – 49
www.shz-muenchen.de

 

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